Bad Dürkheim RHEINPFALZ Plus Artikel Breitbandausbau: Inexio tauscht Baufirmen aus

Neue Firmen arbeiten beim Glasfaserausbau im Kreis.
Neue Firmen arbeiten beim Glasfaserausbau im Kreis.

Beim geförderten Breitbandausbau hat das vom Kreis beauftragte Kommunikationsunternehmen Inexio schon mehrmals Bauunternehmen ausgetauscht, was auch zu Verzögerungen führte. Nach den jüngsten Trennungen gibt es noch nicht in jedem Fall einen Ersatz.

Inexio hatte vor kurzem der Firma Mawa gekündigt, die sich nun auf den eigenen privatwirtschaftlichen Ausbau im Landkreis konzentriert. Wie Inexio auf Anfrage mitteilte, ist für Mawa das saarländische Unternehmen Demi-Bau mit Sitz in Tholey eingesprungen. Demi kümmert sich jetzt um die Tiefbauarbeiten in Freinsheim, Carlsberg und Weisenheim am Berg. Demi war zuvor bereits in Bockenheim im Einsatz. Dort hatte Inexio Ende Dezember den Glasfaserausbau für beendet erklärt (wir berichteten). Außerdem ist Demi für den Ausbau in Meckenheim zuständig, das womöglich an Pfingsten ans Netz gehen könnte.

Wie die Kreisverwaltung mitteilte, kam es im Februar zu einer Insolvenz des Bauunternehmens Conect-Energie (Con-E), so dass dieses Unternehmen auch kurzfristig aus den vertraglichen Verpflichtungen mit der Inexio entlassen wurde. Die Con-E baute in den Verbandsgemeinden Leiningerland und Freinsheim sowie der Stadt Grünstadt. Laut Inexio ist jetzt die Koban-Bau für den bisherigen Bereich der Con-E zuständig. Zwischen der Verbandsgemeinde Freinsheim und der Firma Demi-Bau hätten die ersten Gespräche für Nacharbeiten und den Streckenvortrieb stattgefunden, mit der Firma Koban-Bau aus Essen habe es schon Abstimmungsgespräche gegeben, teilte Inexio mit.

Außerdem haben sich die Inexio und die Firma Fiberworx im Februar geeinigt, die Bauarbeiten an ein anderes Unternehmen zu übergeben. Die Fiberworx war für den Ausbau im südlichen Landkreis verantwortlich, darunter auch in Wachenheim. Wer anstelle von Fiberworx nun beauftragt wird, ist auch der Kreisverwaltung nicht bekannt. Die Inexio beantwortete eine Pressefrage dazu nicht.

„Gründe für die Wechsel sind vielfältig und werden von der Kreisverwaltung nicht kommentiert“, teilte dazu Raimund Rinder mit, der beim Kreis den Breitbandausbau koordiniert. Da die Inexio ihr eigenes Netz baue, sei die Inexio als Bauherr selbst verantwortlich für die Auswahl der Bauunternehmen. Jedoch habe der Landkreis gegenüber Inexio klar gemacht, dass Wechsel nicht dazu führen dürften, dass sich das Projekt verzögere, zum Beispiel durch Probleme in der Datenübergabe zwischen den Unternehmen und der Dokumentation. Für die Kommunen bedeuteten die Wechsel zudem einen erheblichen Aufwand, da entsprechende Abnahmen oder womöglich auch Schadensfeststellungen erfolgen müssten. Auch deshalb sehe man diese Wechsel kritisch.

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