Fussball
B-Klasse: Kräftemessen um Platz vier in drei Partien
Am Sonntag, 15 Uhr, wird das Nachbarschaftsduell im Stadion Am alten Galgen angepfiffen. „Wir sind krasser Außenseiter, da müssen wir realistisch sein“, gibt Ellerstadts Trainer Riccardo Coppola zu bedenken. Das Unentschieden gegen Friedelsheim am vergangenen Sonntag tue immer noch weh und habe den TVE zurückgeworfen. Die Grün-Weißen, die noch zum Tabellendritten Deidesheim müssen und Seebach im direkten Duell erwarten, werden wohl überraschend punkten müssen, damit es für die Aufstiegsrunde reicht.
Ob das in Wachenheim gelingt, ist fraglich. „Wir werden uns einen Plan zurechtlegen, wie wir das Tempo aus dem Spiel des TuS nehmen können. Das ist eine ihrer größten Stärken“, sagt Coppola. Zu vermeiden gelte es außerdem, dass sich zu schnell Zufriedenheit breit mache, wie gegen Friedelsheim nach dem Raketenstart zu beobachten gewesen sei. Nach dem Geschmack des Trainers wurden auch zu viele Bälle lang nach vorne geschlagen. Für die Partie am Sonntag könnte aber genau dies das richtige Rezept sein.
Junge Spieler sollen lernen
Ebenfalls im Rennen um Platz vier ist Rot-Weiss Seebach II, das am Sonntag, 13 Uhr, Gastgeber der TSG Deidesheim II ist. Trainer Marcel Beck blickt noch einmal zurück auf das Spiel gegen Wachenheim (2:3). „Trotz der Niederlage bin ich froh, dass wir uns dafür entschieden haben, nicht auf Akteure der spielfreien ersten Garnitur zu setzen“, betont der Coach. Die jungen Spieler sollen lernen, und da seien solche Partien ideal. Die Auftritte der vergangenen Wochen machen den Verantwortlichen Mut. Dadurch habe sich Rot-Weiss trotz der Unerfahrenheit und technischer Defizite den Respekt der Konkurrenz erarbeitet und werde von niemandem mehr unterschätzt. Sicherlich auch nicht vom Tabellendritten Deidesheim II. „Da die TSG auch noch gegen unseren Konkurrenten Ellerstadt spielt, könnte man vielleicht ihre Motivation mit ein paar Kästen Bier für einen Sieg gegen den TVE stärken“, überlegt Beck und lacht.
Friedelsheim hofft auf Unterstützung aus Reserve
Die Nummer drei im Bunde der Aspiranten für die Aufstiegsrunde ist der TSV Königsbach, der am Sonntag, 15.15 Uhr, beim TuS Friedelsheim seine Visitenkarte abgibt. Die Platzherren haben mit dem Kampf um den vierten Platz nichts am Hut, können aber die Königsbacher mit einem Sieg unten reinziehen. „Das wären dann auch Punkte, die in der Abstiegsrunde zählen“, blickt Spielertrainer Tobias Bartnik nach vorne. Die Friedelsheimer, die über mannschaftliche Geschlossenheit und Mentalität kommen, überlegen, ob sie erneut Akteure aus der Zweiten Mannschaft hochziehen. Dieses Team spielt direkt vor der „Ersten“ und steht im Niemandsland der Tabelle. „Die Erste Mannschaft genießt Priorität, und es gibt in der Reserve zwei, drei Spieler, die uns einen Qualitätsschub geben würden“, verdeutlicht der Übungsleiter. Gemeint sind Nicolas Wrede, Aleksander Gajic und Dennis Mammes.