1. FC Kaiserslautern RHEINPFALZ Plus Artikel FCK-Coach Dimitrios Grammozis im Krisenmodus: Juristische Schritte und Copperfield-Vergleich

Dimitrios Grammozis am Mittwoch während der Pressekoferenz vor dem Spiel des FCK gegen den FC Schalke 04.
Dimitrios Grammozis am Mittwoch während der Pressekoferenz vor dem Spiel des FCK gegen den FC Schalke 04.

Dimitrios Grammozis wehrt sich. Der Trainer des 1. FC Kaiserslautern äußert sich zu Internetlügen, Laufleistung und Handball-Ausflügen seiner Spieler.

Am Freitag trifft der 1. FC Kaiserslautern in der Zweiten Liga auf den FC Schalke 04 (18.30 Uhr, Liveblog auf rheinpfalz.de). Mit einem Sieg können die Roten Teufel die Gelsenkirchener in der Tabelle überholen und den Negativlauf von sieben Ligapleiten hintereinander stoppen. Auf der Pressekonferenz vor dem Duell der Traditionsklubs musste sich FCK-Coach Dimitrios Grammozis zu einigen Themen abseits des sportlichen Bereichs äußern. Dabei fand der Deutsch-Grieche klare Worte und wirkte kämpferisch.

FCK-Trainer Dimitrios Grammozis...

…über eine Falschnachricht am vergangenen Sonntag, nach der er entlassen worden sei:

Was meine angebliche Entlassung angeht, bin ich schon erfahren. Das war in meiner Zeit auf Schalke auch schon so, da hatte Sport1 gemeldet, dass ich entlassen bin, obwohl das gar nicht der Fall war.

…über die Tatsache, dass in den vergangenen Tagen in sozialen Netzwerken Fakenachrichten über den FCK und ihn selbst verbreitet wurden:

Man hat diese Woche gemerkt, wie Leute Dinge benutzen, um Menschen persönlich zu schaden. Ich bin keiner, der sich über öffentliche Kritik beschwert, wenn Spiele verloren gehen. Das gehört dazu. Aber in den vergangenen Tagen wurden Dinge berichtet, die absurd waren. Das waren Lügen, die einfach so in die Welt gesetzt wurden. Das geht nicht.

… über seine persönlichen Konsequenzen aus den Falschnachrichten im Internet:

Lügen zu verbreiten ist rufschädigend, das ist Rufmord. Das kann ich mir nicht gefallen lassen. Es ist unterste Schublade, sich hinter der Anonymität im Netz zu verstecken und Dinge zu erfinden. Das ist nicht nur im Fußball so, sondern generell in der Gesellschaft ein Thema. Ich habe mir überlegt, juristische Schritte einzuleiten und das schon weitergegeben.

… über die Kritik nach dem 0:2 beim FC St. Pauli am vergangenen Samstag:

Es ist klar, dass die Enttäuschung groß ist, wenn die Ergebnisse nicht da sind. Die Erwartungen sind groß. Ich finde, dass die Mannschaft in einigen Bereichen einen Schritt voran gemacht hat. Wir sind als Team 120 Kilometer gelaufen, das hat hatte die Mannschaft bislang noch nicht geschafft. Uns fehlt derzeit das Momentum. Wir hatten auf St. Pauli drei hundertprozentige Möglichkeiten, dieses Momentum auf unsere Seite zu holen, aber es hat nicht geklappt.

Muss zu Gerüchten und Falschmeldungen Stellung beziehen: FCK-Cheftrainer Dimitrios Grammozis.
Muss zu Gerüchten und Falschmeldungen Stellung beziehen: FCK-Cheftrainer Dimitrios Grammozis.

…über den Hinweis, dass der FC St. Pauli am vergangenen Wochenende fünf Kilometer mehr gelaufen ist als der FCK:

Es gibt keine Wunderdinge. Wir können nicht innerhalb von vier Wochen von 114 Kilometer Laufleistung auf 125 Kilometer kommen. Sonst müsste hier David Copperfield sitzen und nicht Dimitrios Grammozis.

…über die anhaltende Defensivschwäche seines Teams:

Die Defensive an sich beschäftigt uns. Wir wissen, dass es mit dieser Anzahl an Gegentoren nicht reichen wird am Ende. Man muss aber auch sehen, dass wir mit St. Pauli gegen einen Gegner gespielt haben, der um den Aufstieg kämpft. Bei den Standards gegen uns haben wir einen Schritt gemacht und keine große Chance gegen uns zugelassen. Wir arbeiten weiter daran, uns zu verbessern. Die Mannschaft versucht, Dinge umzusetzen, die wir erarbeiten.

… über Marlon Ritter, der am Montag in Köln bei der Handball-EM war und am Dienstag wegen einer Erkältung nicht trainierte:

Man muss erstmal sehen, dass Marlon nicht bis vier Uhr morgens in einer Disko gefeiert hat. Er hat die deutsche Handball-Nationalmannschaft unterstützt. Das macht einen Unterschied. Generell gilt: Wenn ein Spieler frei hat, dann hat er frei. Dann sage ich ihm nicht, dass er sich in einem Radius von fünf Kilometern bewegen muss. Er hat sich gestern nicht gut gefühlt, ist heute aber mit dabei. Das war eine reine Vorsichtsmaßnahme. Für mich ist so etwas kein Problem, weil ich weiß, dass die Jungs sich professionell verhalten. Jean Zimmer war auch in Köln und hat am Dienstag ganz normal trainiert.

… über Andreas Luthe, der beim Spiel beim FC St. Pauli nicht im Kader stand, den Verein wechseln möchte, aber erst die Freigabe erhalten soll, wenn der FCK einen Nachfolger auf der Torhüterposition verpflichtet hat:

Stand jetzt wird er auch gegen Schalke nicht im Kader stehen, solange die Sachen in der Schwebe sind. Das haben wir mit Andi besprochen und das war auch in seinem Sinn.

… über Gerüchte, nach denen es eine Krisensitzung der FCK-Bosse mit Sponsoren gegeben hat, bei dem auch über die Position des Trainers gesprochen worden sein soll:

Ich muss immer schmunzeln, wenn ich so etwas höre. Soll ich den Leuten verbieten, sich zu treffen, dürfen die keinen Kaffee miteinander trinken? Was Thomas Hengen oder Enis Hajri machen, geht mich nichts an. Ich beschäftige mich mit der Mannschaft, da liegt mein voller Fokus drauf. Alles andere blende ich aus. Ich freue mich auf das Spiel am Freitag. Die Bude wird voll sein, unsere Fans kommen und werden uns unterstützen.

An dieser Stelle finden Sie ein Video via Glomex.

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