1. FC Kaiserslautern RHEINPFALZ Plus Artikel Das sagt FCK-Boss Thomas Hengen zum Weggang von Julian Niehues

Trennen sich zum Saisonende: Julian Niehues (rechts) und der FCK.
Trennen sich zum Saisonende: Julian Niehues (rechts) und der FCK.

Julian Niehues setzte sich beim FCK auf seiner Position immer wieder gegen Konkurrenten durch. Doch bekam er beim FCK auch die Wertschätzung?

Julian Niehues war in einer Zwickmühle. Vergangene Woche kam der defensive Mittelfeldspieler des Fußball-Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern vor dem Spiel bei Hannover 96 zu einem Interview mit der RHEINPFALZ. In dem Gespräch ging es auch um Niehues’ Zukunft. „Was soll ich dazu sagen? Das ist doch alles nicht so einfach“, sagte Niehues seufzend.

Da wusste er bestimmt schon, dass er den FCK verlassen wird. Niehues war in einer Zwickmühle. Er wollte nicht flunkern, durfte aber noch nichts sagen. Die Hoheit, eine Verpflichtung zu verkünden, hat immer der neue Verein, in diesem Falle der 1. FC Heidenheim. Der tat dies gestern.

Heidenheim ist der richtige Klub für Niehues

Für den FCK ist der Abgang ein Verlust. Ist Niehues für Heidenheim ein Gewinn? Dort stehen in Lennard Maloney (23), Kevin Sessa (22), Jan Schöppner (24) oder Tim Siersleben (24) gestandene Spieler auf dieser Position. Aber Niehues (22) wird an dieser Konkurrenz wachsen. Er will den nächsten Entwicklungsschritt gehen. Da ist Heidenheim der richtige Klub. Dort wird in Ruhe gearbeitet und herrscht Konstanz auf den Führungspositionen. In Trainer Frank Schmitt wird Niehues einen Menschen vorfinden, der ähnlich wie FCK-Coach Friedhelm Funkel das Zwischenmenschliche pflegt, mehr kommuniziert als an die Wand projiziert.

Unter diesem Schlag von Trainern fühlt sich Niehues wohl. Unter Dirk Schuster avancierte er in der Hinrunde der Aufstiegssaison zum großen Gewinner. Nun blüht er unter Funkel wieder auf. Funkel adelte Niehues sozusagen, als er sagte, dass er solche Art von Spielern mag. Niehues setzte sich immer wieder gegen die Konkurrenten beim FCK durch – ob Nicolai Rapp, Afeez Aremu oder Tobias Raschl. Die kamen für viel Geld, doch der von Gladbach II gekommene ablösefreie Niehues spielte. Bekam er aber auch die Wertschätzung, die er verdient hat bei den Roten Teufeln?

Mit Julian Niehues hätte der FCK durchaus Geld verdienen können.
Mit Julian Niehues hätte der FCK durchaus Geld verdienen können.

FCK-Geschäftsführer Thomas Hengen sagte gestern der RHEINPFALZ, dass der Verein Niehues ein sehr gutes Angebot unterbreitet hat. „Wir waren nah dran, aber nicht nah genug“, sagte Hengen: „Er hat uns aber früh kommuniziert, dass er in die Bundesliga will.“ Vorige Saison wollte die TSG Hoffenheim wohl Niehues. Der FCK verliert einen vielversprechenden, jungen, deutschen Spieler – und das noch ablösefrei. Mit solchen Akteuren kann der FCK Geld verdienen. Woran also lag es, dass der FCK nicht den Zuschlag bekam, wenn beide Seiten sich schon so nah waren?

Hengen nun in der Zwickmühle

Niehues hätte in Zukunft eine der Achsen im Team werden können – zusammen mit Julian Krahl im Tor, Boris Tomiak in der Abwehr, Marlon Ritter im offensiven Mittelfeld und Ragnar Ache im Sturm. Vorausgesetzt der FCK bleibt Zweitligist.

Für Hengen heißt es nun, die Option, Filip Kaloc an den FCK zu binden, zu ziehen, sobald der Klassenverbleib perfekt ist. „Wir haben in Raschl, Aremu, Kaloc und Ritter Spieler in der Mannschaft, die diese Position ausfüllen können“, antwortet Hengen auf die Frage, ob er unabhängig von Kaloc, Aremu, Raschl und Ritter, einen defensiven Mittelfeldspieler für Niehues verpflichten wird. Da ist nun Hengen in der Zwickmühle. Er weiß bislang noch nicht, in welcher Liga der FCK kommende Saison spielen wird.

An dieser Stelle finden Sie ein Video via Glomex.

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