1. FC Kaiserslautern Aus Rivalen wird ein Gespann

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Fussball: Wer auf der Intensivstation der Zweiten Bundesliga lag, erfuhr in jüngster Zeit bei Besuchen des 1. FC Kaiserslautern eine Gesundkur. So war’s im Gastspiel beim 1. FC Nürnberg. Das soll sich heute im Spiel beim FC St. Pauli nicht wiederholen.

KAISERSLAUTERN. Bisher hieß es, abgesehen vom Pokalspiel gegen die SpVgg Greuther Fürth, als der eine rechts, der andere links verteidigte: Schulze oder Zimmer? Zimmer oder Schulze? Heute (13.30 Uhr), wenn der 1. FC Kaiserslautern am 15. Spieltag der Zweiten Fußball-Bundesliga beim FC St. Pauli am Hamburger Millerntor gastiert, bilden Michael Schulze und Jean Zimmer die rechte Seite. Schulze verteidigt rechts, Zimmer agiert auf der Außenbahn. Für ein erstes Fazit, eine Zwischenbilanz, ist’s Schulze noch zu früh. „Das mach’ ich erst, wenn Winterpause ist, also nach dem 19. Spiel“, sagt Schulze. Er kam nach zwei Jahren bei Energie Cottbus, nach dem Abstieg der Lausitzer, im Sommer nach Kaiserslautern. Wohlgefühlt hat sich der Abwehrspieler vom ersten Tag im Verein und in der Stadt: „Es wurde mir auch leicht gemacht.“ Kaiserslautern – überschaubar. Aber das war in Cottbus und Wolfsburg nicht anders. Aber es passt – auch privat: „Wenn es dann auch sportlich läuft …“ In den ersten acht Saisonspielen verteidigte Jean Zimmer rechts. Und Schulze, die Bank auf der Bank, sah den 20-Jährigen überzeugen. Eine Blessur Zimmers aus dem Nürnberg-Spiel, eine kleine Trainingspause danach, ließ Michael Schulze beim 2:0 gegen den Karlsruher SC in die Mannschaft rücken. Schulze machte es gut!Sechs Spiele in Serie absolvierte der schnelle Verteidiger fortan, der gute Flanken zu schlagen versteht. Zuletzt gegen Düsseldorf aber lief es auch bei dem 25-Jährigen nicht. „Wir waren oft zu behäbig gegen einen sehr gut organisierten Gegner. Wir hätten schneller spielen, öfter zum Abschluss kommen müssen“, weiß der beim VfL Wolfsburg ausgebildete Fußballer. „Wir haben viele Sachen bisher sehr gut gemacht und uns in ein paar Minuten ein bisschen dumm angestellt“, bilanziert Schulze. „Für den Aufwand, den wir betreiben, haben wir zu wenig Punkte geholt“, bemerkt er beim Blick zurück auf fünf Unentschieden in Serie. Der Spielstil des FCK, das couragierte Vorwärtsverteidigen, gefällt dem Neuzugang. „So haben wir in Cottbus unter Rudi Bommer ja auch versucht zu spielen. Das ist dann verloren gegangen. Die offensive Spielweise kommt mir zugute“, meint Schulze. Zimmer oder Schulze? Oder wie heute Schulze und Zimmer – für den Mann, der aus der Lausitz in die Pfalz kam, nicht das große Thema. „Ich glaube, es ist egal, wer vor mir spielt. Wir haben da viele Varianten: Karim Matmour, aber auch Kevin Stöger oder Alexander Ring können das spielen.“ Oder eben Jean Zimmer! Michael Schulze weiß natürlich, dass der FC St. Pauli nach dem Absturz auf den letzten Tabellenplatz Druck verspürt, andererseits „aber auch gefährlich wie ein angeschlagener Boxer ist“. „Wenn uns da gleich ein Tor gelingen würde, könnte die Stimmung kippen. Es hängt davon ab, wie wir ins Spiel kommen“, sinniert der Neu-Lauterer. Er spielt gerne am Millerntor, hier hat er im Dress des FC Energie Cottbus sein erstes Zweitligaspiel bestritten. Die Atmosphäre behagt dem Mann mit der Rückennummer 7: „Es sind mehr Fußballfeiern und es ist nicht der Hass, den man sonst meist erlebt!“ Der FC St. Pauli mit dem Rücken zur Wand, der FCK auswärts sieglos – ein heißer Kampf ist programmiert. „Wir wollen besser Fußball spielen als zuletzt“, sagt FCK-Coach Kosta Runjaic vor dem siebten Auswärtsspiel der Saison. Bisher gab es zwei Niederlagen und vier Unentschieden. „Wir werden es wieder versuchen“, verspricht Schulze vor dem siebten Anlauf. Das Prinzip Hoffnung.

An dieser Stelle finden Sie ein Video via GlomexSport.

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