1. FC Kaiserslautern RHEINPFALZ Plus Artikel Aufatmen beim FCK: Ein Führungsspieler ist wieder zurück

Der Schockmoment: Julian Krahl hat sich kurz zuvor am Handbgelenk verletzt.
Der Schockmoment: Julian Krahl hat sich kurz zuvor am Handbgelenk verletzt.

Es ist eine gute Nachricht in schwierigen Zeiten beim 1. FC Kaiserslautern. Julian Krahl trainiert seit dieser Woche wieder mit der Mannschaft. Ob der Torwart am Samstag gegen Wehen Wiesbaden in der Startelf steht, ließ sich Trainer Friedhelm Funkel nicht entlocken.

In Niederlagen wird meistens ein Schuldiger gesucht. Der 1. FC Kaiserslautern verlor die vergangenen drei Partien in der Zweiten Bundesliga. Das spitzte die Situation im Abstiegskampf zu. Weil sich Julian Krahl beim 1:1 in Hannover Mitte März das Handgelenk brach, rückte Robin Himmelmann zwischen die Pfosten. Er war im Winter gekommen, weil Andreas Luthe den FCK verlassen wollte und sich Bundesligist VfL Bochum angeschlossen hatte.

Robin Himmelmann wurde für seine Darbietungen in den Foren kritisiert. Er war bei vielen Fans das Diskussionsthema. Die Sichtweise ist jedoch zu einfach. Ganz so simpel ist die Schuldzuweisung an der Erfolgslosigkeit des FCK nicht. Himmelmann hat zwar in drei Partien sieben Gegentore bekommen – 2,33 pro Partie. Beim 2:0-Erfolg im DFB-Pokalhalbfinale in Saarbrücken blieb er ohne Gegentreffer. Julian Krahl fing in 24 Partien 49 Gegentor – 2,04 pro Spiel.

Trainer Funkel stellt sich vor Torwart Himmelmann

Aber Himmelmann hat trotz der 1:2-Niederlage in Fürth stark gehalten. „Robin hat das sehr gut gemacht. Er hat sehr viel Erfahrung“, sagt Trainer Friedhelm Funkel. Er stellt sich schützend vor seinen Torwart. Funkel sagte am Dienstag allerdings auch nicht eindeutig, dass Himmelmann am Samstag gegen Wehen Wiesbaden (13 Uhr, Liveblog auf rheinpfalz.de) im Tor stehen wird. Diesen Freifahrtschein wollte er dem 35 Jahre alten Norddeutschen dann doch nicht aussprechen. Funkel verknüpft seine Entscheidung mit dem Gesundheitszustand von Julian Krahl.

Die bisherige Nummer eins des FCK trainiert seit Montag wieder mit der Mannschaft. „Die Hand ist wieder gut. Ich habe am Montag und Dienstag alles wieder mitgemacht“, sagt Krahl und sendet Entwarnung. Das ist in der aktuellen Situation, in der sich der FCK befindet, eine positive Nachricht. Drei Niederlagen in Serie, am Freitag dann noch der Kreuzbandriss von Mittelfeldspieler Julian Niehues. Es kommt knüppeldick für Lautern. Da können solche erfreulichen Momente wie die Rückkehr von Krahl positive Signale an die Mannschaft sein – Aufatmen beim FCK.

Julian Krahl am Dienstag nach dem Training.
Julian Krahl am Dienstag nach dem Training.

Noch ist aber nicht final entschieden, ob der 24 Jahre alte Krahl gegen Wehen Wiesbaden das Vertrauen von Trainer Funkel bekommt. „Stand Dienstag kann ich spielen“, sagt Krahl: „Wir müssen jedoch abwarten, wie die Hand reagiert. Es war schon viel Belastung, doch ich fühle mich gut. Ich bin froh, dass ich jetzt alles wieder mitmachen kann.“

Schließlich war es keine einfache Blessur. Krahl knallte bei einer Rettungstat in Hannover mit vollem Gewicht auf das linke Handgelenk. Neben dem Bruch wurde alles rund um den Knochen in Mitleidenschaft gezogen. Daher müsse man die kommenden Tage beobachten, wie das Handgelenk auf die hohe Belastung reagiert, sagt Krahl. Rein äußerlich aber war ihm nichts anzumerken. Er wird zwar noch behandelt, wirkt aber positiv. Im Training am Dienstag im Nachwuchsleistungszentrum war Krahl wie immer: klar kommunizierend auf dem Platz, ehrgeizig im Torwarttraining und motiviert.

„Das passt zu unserer Saison“

Die Leidenszeit hat beim FCK-Torwart keine Spuren hinterlassen. „Es fiel mir schwer, insbesondere in Saarbrücken, nicht dabei sein zu können. Aber dafür freue ich mich umso mehr und hoffe umso mehr, dem Trainer am Samstag wieder zur Verfügung stehen zu können“, sagt Krahl.

Die beiden jüngsten Niederlagen in Hamburg und Fürth kommentiert er wie folgt: „Ich habe es schon häufiger gesagt, das passt zu unserer Situation. Wir machen vorne das Tor nicht und bekommen hinten einen rein. Eine Woche später in Fürth kassieren wir in der 95. Minute mit der letzten Sekunde das 1:2. Das ist in dieser Saison leider so. Wir werden auch in den kommenden Spielen Situation haben, die einfach nur uns passieren werden. Aber dagegen müssen wir ankämpfen“, betont der FCK-Keeper.

Krahl sieht positiven Aspekt in seiner Fehlzeit

Einen positiven Aspekt zieht Krahl aus seiner verletzungsbedingten Fehlzeit. „Für mich ist es ein großer Vorteil, dass ich die letzten Spiele nicht auf dem Platz stand, dass ich mit einer positiven Grundstimmung hier reingekommen bin und dass ich mich die letzten Tage gefreut habe, wieder zu trainieren. Da kann man eine andere Energie reinbringen. Ich versuche das den Jungs mitzugeben, egal, ob auf oder neben dem Platz“, schildert Krahl seine Sichtweise.

Dann bricht er eine Lanze für Himmelmann. „Robin hat es sehr gut gemacht. In jedem Verein, besonders in Kaiserslautern, stehen Spieler in der Kritik, wenn Ergebnisse nicht stimmen. Wenn wir die drei Partien gewonnen hätten, hätte keiner etwas gesagt.“

An dieser Stelle finden Sie ein Video via Glomex.

Um Inhalte von Drittdiensten darzustellen und Ihnen die Interaktion mit diesen zu ermöglichen, benötigen wir Ihre Zustimmung.

Mit Betätigung des Buttons "Fremdinhalte aktivieren" geben Sie Ihre Einwilligung, dass Ihnen Inhalte von Drittanbietern (Soziale Netzwerke, Videos und andere Einbindungen) angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an die entsprechenden Anbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät notwendig. Mehr Informationen und eine Widerrufsmöglichkeit finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Der Newsletter wird jeden Freitag verschickt.

Noch mehr FCK gibt es hier:

Pokalsieger, Absteiger, Wiederaufsteiger, Meister: Der 1. FC Kaiserslautern ist wie kaum ein zweiter deutscher Fußballverein in der Region verankert. Unsere Redaktion ist dicht dran am FCK und bietet exklusive Einblicke in den legendärsten Club aus der Pfalz. Alle wichtigen Infos, Hintergründe und Neuigkeiten gibts für Fans auch in unserem Newsletter und dem Podcast Lautre!

An dieser Stelle finden Sie Umfragen von Opinary.

Um Inhalte von Drittdiensten darzustellen und Ihnen die Interaktion mit diesen zu ermöglichen, benötigen wir Ihre Zustimmung.

Mit Betätigung des Buttons "Fremdinhalte aktivieren" geben Sie Ihre Einwilligung, dass Ihnen Inhalte von Drittanbietern (Soziale Netzwerke, Videos und andere Einbindungen) angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an die entsprechenden Anbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät notwendig. Mehr Informationen und eine Widerrufsmöglichkeit finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

x