1. FC Kaiserslautern RHEINPFALZ Plus Artikel „60 gute Minuten reichen nicht“ - die Stimmen nach dem 1:3 gegen Düsseldorf

Brachte den FCK in Führung: Marlon Ritter (rechts).
Brachte den FCK in Führung: Marlon Ritter (rechts).

Lob für eine gute Leistung, Frust über die Gegentore und das Resultat: die Reaktionen nach der Niederlage des FCK gegen die Fortuna.

Der 1. FC Kaiserslautern kann sich nicht aus der Abstiegszone absetzen, weil er gegen Fortuna Düsseldorf verliert. Danach sprechen Trainer, Offizielle und FCK-Spieler über eine Partie, die aus FCK-Sicht viele gute Momente hatte, aber mit einer Niederlage endete.

Daniel Thioune, Trainer von Fortuna Düsseldorf: Ich bin sehr erfreut über das Ergebnis. Gegner hat in der ersten Halbzeit sehr strukturiert verteidigt und wir haben wenige Lösungen gefunden. Wir haben keine gute erste Halbzeit gespielt, was aber auch am Gegner lag, der das sehr gut gemacht hat. Nach der Pause haben wir etwas höher verteidigt, hatten mehr Tempo mit dem Ball. Dadurch kam Qualität in unser Spiel. Wir haben zwei Tore schnell hintereinander geschossen, das hat uns geholfen. Insgesamt fand ich, dass das ein sehr reifer Vortrag meiner Mannschaft war. Es war heute ein schmaler Grat, wie fast jede Woche.

Friedhelm Funkel, Trainer des 1. FC Kaiserslautern: Ich war 74 Minuten sehr zufrieden mit meiner Mannschaft. Wir haben gegen eine spielstarke Fortuna die Räume eng gemacht und darüber hinaus gute Momente im Umschaltspiel gehabt. Mir war klar, dass die Fortuna in der zweiten Halbzeit mehr Tempo auf den Platz bringen würde, sie waren viel angriffslustiger. Wir hatten unmittelbar vor dem Ausgleich die Riesenchance zum 2:0 durch Jean Zimmer. Der Ball geht ganz knapp am Tor vorbei. Fast im Gegenzug bekommen wir das 1:1. Beim Ausgleich unterläuft uns ein Stellungsfehler, der nicht passieren darf. Der Sieg für Düsseldorf ist unter dem Strich nicht unverdient, obwohl ich meiner Mannschaft kaum einen Vorwurf machen kann.

Thomas Hengen, Geschäftsführer des 1. FC Kaiserslautern: 60 gute Minuten reichen gegen Fortuna Düsseldorf nicht. Du musst das Spiel komplett durchbringen. Nach dem Ausgleich waren wir ein bisschen durcheinander und ungeordnet. Dadurch kriegen wir halt zwei Gegentore. Wir haben eine richtig gute erste Halbzeit gespielt, keine Torchancen zugelassen und viel Gas gegeben. Die Fortuna hat gut gewechselt und eiskalt zugeschlagen. Das zeichnet eine Spitzenmannschaft aus, Düsseldorf wird auch oben dabeibleiben. Wir müssen enttäuscht sein, aber ich kann der Mannschaft kaum einen Vorwurf machen, weil sie ein gutes Spiel gezeigt hat.

Jean Zimmer, Kapitän des 1. FC Kaiserslautern: Die Fortuna hat viel Qualität und hatte heute eine brutale Effizienz. Deshalb steht Düsseldorf in der Tabelle, wo es steht. Und wir stehen, wo wir stehen. Ich finde, dass wir mit den ersten 70 Minuten zufrieden sein und darauf weiter aufbauen können. Wir haben vieles gut gemacht. Nach dem Ausgleich haben wir zu schnell das 1:2 bekommen. Danach wird es gegen eine defensivstarke Mannschaft wie die Fortuna schwer. Wir haben gewusst, welche Qualität Cristos Tzolis hat. Über weite Strecken haben wir das gut im Griff gehabt, aber am Ende hat er trotzdem zwei Tore geschossen.

Robin Himmelmann, Torhüter des 1. FC Kaiserslautern: Wir waren minimal unaufmerksam in drei Situationen innerhalb von ein paar Minuten. So etwas wird in der Liga bestraft, besonders von einer Mannschaft wie der Fortuna. Das hat uns um den Lohn gebracht.

Marlon Ritter, Mittelfeldspieler des 1. FC Kaiserslautern: Das Ergebnis ist sehr ärgerlich. Wir haben 70, 75 Minuten gut dagegengehalten und wenig zugelassen. Es war klar, dass die Fortuna anders in der zweiten Halbzeit spielen wird und mehr riskieren muss. Wir kriegen zu schnell und zu einfach die Gegentore. Da bringt es dir nichts, wenn du 75 Minuten gut gespielt hast, dann stehst du wieder mit leeren Händen da. Die Fans haben ein gutes Gespür für die Situation und uns direkt wieder gepuscht. Wir wissen, worum es am Dienstag gehen wird.

An dieser Stelle finden Sie ein Video via Glomex.

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