FCK RHEINPFALZ Plus Artikel Kurz vor dem Trainingsstart – ein Kommen und Gehen am „Betze“

Kommt ablösefrei von Viktoria Köln: Mittelfeldspieler René Klingenburg.
Kommt ablösefrei von Viktoria Köln: Mittelfeldspieler René Klingenburg.

Die Vorfreude ist groß bei Marco Antwerpen auf seine erste Vorbereitung als Trainer des 1. FC Kaiserslautern. Das Team des Drittligisten versammelt der Trainer bereits am Montag zum ersten Mal. Einige werden es schwer haben, künftig noch eine Rolle bei den Roten Teufeln zu spielen. Hoffnungsvoll ist der 49-Jährige, was Jean Zimmer betrifft. Personell hat sich am Freitag etwas getan am „Betze“.

Trotz auch in der Sommerpause intensiver Tage hat es für den Trainer noch zu einem Urlaub gereicht. „Ich habe mir sieben Tage Menorca gegönnt“, sagt Marco Antwerpen. Ab Montag geht es wieder los beim 1. FC Kaiserslautern. Zunächst mit dem obligatorischen Laktattest, am Dienstag wird der Trainer das Team dann erstmals auf den Platz bitten. Mit dabei werden zwei weitere Neuzugänge sein, von denen einer sich schon gut auskennt auf dem Betzenberg: Die Roten Teufel haben am Freitag verkündet, dass wie erwartet Mittelfeldmann René Klingenburg vom Ligakonkurrenten Viktoria Köln in die Pfalz wechselt, zudem wird Abwehrspieler Marvin Senger erneut vom Zweitligisten FC St. Pauli ausgeliehen.

Ein 1,90-Meter-Mann fürs Zentrum

Der 27-jährige Klingenburg kommt ablösefrei in die Pfalz. Er kennt Marco Antwerpen bestens, spielte 2018/19 bei Preußen Münster unter ihm. Für Sport-Geschäftsführer Hengen ist der 1,90-Meter-Mann ein Spieler „mit einer hohen körperlichen Präsenz, der unseren Kader optimal ergänzt“. Der 21-jährige Senger hat sich im vergangenen halben Jahr als zweikampfstarker Abwehrspieler, sowohl in der Innenverteidigung wie links in der Abwehrkette, beim FCK präsentiert.

Dass in den nächsten Wochen unter dem Trainerduo Antwerpen und Frank Döpper einiges auf die Spieler zukommen wird, davon ist Hengen überzeugt: „Ich gehe davon aus, dass bei diesem Trainer die Vorbereitung knackig wird“, sagt der Sport-Geschäftsführer schmunzelnd. Antwerpen selbst meint hierzu: „Es sollte bekannt sein, dass die Vorbereitungszeit anstrengend ist.“ Wobei es nicht gleich von null auf hundert gehen soll. „Wir sind früh dran“, weiß Antwerpen – entsprechend soll die Belastung gesteuert werden. Die Spieler haben von Frank Döpper, Videoanalyst Niklas Martin und Rehatrainer Fabian Kobel erstellte Trainingspläne mit in den Urlaub bekommen.

Hikmet Ciftci kehrt zurück

Zurück auf dem Platz erwartet Antwerpen kommende Woche Hikmet Ciftci. Wegen eines Muskelbündelrisses im Oberschenkel verpasste der 23-jährige Mittelfeldspieler die Endphase der Saison. Ebenso wie Marius Kleinsorge, der wegen einer Leistenoperation ab Mitte März nur zuschauen konnte. Wie Antwerpen sagt, wird es wohl Mitte Juli, bis Kleinsorge wieder ins Mannschaftstraining einsteigen kann. Am 23. Juli beginnt die Drittliga-Spielzeit. Im vergangenen Sommer vom SV Meppen gekommen, lief der 25-Jährige 14-mal in der Dritten Liga für die Lauterer auf, erzielte sein einziges Tor beim 2:0-Derbysieg gegen Waldhof Mannheim, als Kleinsorge groß aufspielte. „Er weiß selbst, dass es für ihn nicht die Saison war, die er sich erhofft hat“, sagt Antwerpen.

Gerade auch mit Blick auf seinen späten Trainingseinstieg werde es schwer für ihn. „Wir respektieren aber natürlich, dass er noch zwei Jahre einen Vertrag bei uns hat“, betont der Trainer.

Jean Zimmer und andere Wunschspieler

Dessen Wunschspieler für die Position rechts in der Offensive ist kein Geheimnis: Jean Zimmer. Antwerpen ist hoffnungsfroh, dass es klappt mit einer erneuten Verpflichtung des Führungsspielers, der bereits beim FCK in der Jugend gespielt hat, es dort zu den Profis schaffte und der in der vergangenen Rückrunde vom Zweitligisten Fortuna Düsseldorf ausgeliehen war.

Auch Felix Götze und Anas Ouahim, deren Leihen ebenfalls endeten, würden Antwerpen sowie Hengen gerne weiterhin auf dem Betzenberg sehen: „Es ist kein Geheimnis, dass diese Spieler mitgeholfen haben, dass wir uns sportlich wieder besser aufstellen konnten. Wir sind an einer weiteren Zusammenarbeit interessiert, sitzen aber nicht alleine am Tisch. Da hat der abgebende Verein auch ein Wörtchen mitzureden“, sagt der Sportchef. Als Drittligist könne der FCK keine großen Ablösesummen anbieten.

Einige haben wohl keine Zukunft beim FCK

Neben Kleinsorge werden es auch andere Spieler schwer haben, künftig noch eine Rolle beim FCK zu spielen: Innenverteidiger Alexander Winkler könnte bis zum Trainingsstart einen neuen Verein gefunden haben, Marlon Ritter werde zum Auftakt mittrainieren, dann müsse man weitersehen, so der Trainer. „Er muss sich auch selbst hinterfragen, ob er mit seinen Einsatzzeiten zufrieden war.“ Der Sport-Geschäftsführer erklärt dazu: „Die Spieler und Berater sind informiert, dass der eine oder andere ein bisschen mehr Schwierigkeiten haben wird. Es ist aber auch normal nach so einer Saison, dass man in seiner Analyse zu dem Schluss kommt, einen neuen Weg zu gehen.“ Lucas Röser und Mohamed Morabet sind offiziell noch bis 30. Juni an Türkgücü München beziehungsweise den VfR Aalen ausgeliehen. „Gespräche sind geführt worden, jeder weiß Bescheid, wie die Situation ist. Dementsprechend wird sich nach Lösungen umgeschaut“, sagt Hengen. Bei Adam Hlousek, der von Viktoria Pilsen ausgeliehen war, wurde die Kaufoption nicht gezogen.

Ein erstes kleines Ziel

Dagegen hoffen Hengen und Antwerpen, dass Kenny Prince Redondo und Tim Rieder mehr aus sich herausholen, speziell Rieder auch mehr Verantwortung übernehmen wird. Ein Saisonziel möchte der Trainer nicht ausgeben: „Wir haben lange gegen den Abstieg gespielt, haben aber auch eine Mannschaft auf den Platz gebracht, die gezeigt hat, was in ihr steckt. Ein Ziel ist es, das erste Saisonspiel zu gewinnen.“ Dafür soll in den nächsten Wochen intensiv gearbeitet werden. „Ich freue mich darauf“, betont Antwerpen.

Leihe verlängert: Der zweikampfstarke Marvin Senger (rechts) bleibt am „Betze“.
Leihe verlängert: Der zweikampfstarke Marvin Senger (rechts) bleibt am »Betze«.

An dieser Stelle finden Sie ein Video via Glomex.

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