Politik RHEINPFALZ Plus Artikel Was sich Pfälzer Rentner leisten können

Rentner im Osten haben die höchste Kaufkraft.
Rentner im Osten haben die höchste Kaufkraft.

Prognos-Institut hat die Kaufkraft der Senioren untersucht und präsentiert überraschende Ergebnisse.

Was können sich pfälzische Rentner leisten? Das hat das Wirtschaftsforschungsunternehmen Prognos ermittelt. Mit erstaunlichem Ergebnis. Abgehängte Westpfalz? Von wegen. Jedenfalls nicht nach dieser Analyse. Aber der Reihe nach.

Um die Kaufkraft der Rentner zu ermitteln, hat das Institut die regionalen Wohnkosten mit den durchschnittlichen Renten in den 400 deutschen Landkreisen und kreisfreien Städten verglichen. Unberücksichtigt blieb, ob die Senioren neben der gesetzlichen Rente noch weitere Einkünfte haben oder im Eigenheim leben. Die Daten stammen aus den Jahren 2013 bis 2021.

Landkreis Südwestpfalz spitze

Für die Pfalz ist das Ergebnis bemerkenswert. Der Landkreis Südwestpfalz hat die günstigste Kombination aus durchschnittlichen regionalen Renten und regionalem Preisniveau. Dort haben die Rentner 1143 Euro Kaufkraft im Monat. Auf den weiteren Plätzen folgen Pirmasens (1136 Euro), der Landkreis Kusel (1077 Euro), der Rhein-Pfalz-Kreis (1077 Euro) und Zweibrücken (1075 Euro). Am schlechtesten schneiden Landau (952 Euro), Neustadt (981 Euro), Kaiserslautern (989 Euro), der Kreis Südliche Weinstraße (996 Euro) und Speyer (1002 Euro) ab.

Die verbliebenen pfälzischen Kreise und kreisfreien Städte schneiden so ab: Landkreis Bad Dürkheim (1060 Euro), Donnersbergkreis (1059 Euro), Landkreis Kaiserslautern (1039 Euro), Frankenthal (1035 Euro), Ludwigshafen (1025 Euro) und der Landkreis Germersheim (1023 Euro).

Günstiger Osten

Auch das deutschlandweite Ergebnis lässt aufhorchen. Am ungünstigsten ist das Zusammenspiel aus regionaler Rentenhöhe und Kaufkraft im wirtschaftlich starken Süden der Republik, etwa in den Kreisen Garmisch-Patenkirchen (Bayern) und Berchtesgadener Land (Bayern) sowie in den Städten Regensburg (Bayern) und Freiburg (Baden-Württemberg) mit je 862 Euro. Der Eifelkreis Bitburg-Prüm in Rheinland-Pfalz ist die Region Deutschlands mit der geringsten Rentenkaufkraft (856 Euro).

Am günstigsten ist es in den neuen Bundesländern. „Im Osten treffen höhere Renten auf niedrigere Lebenshaltungskosten“, erläutert Prognos-Studienleiter Oliver Ehrentraut. Die Tabelle führen an: Gera (Thüringen, 1437 Euro), Chemnitz (Sachsen, 1428 Euro), Cottbus (Brandenburg, 1425 Euro), Görlitz (Sachsen, 1394 Euro) und der Landkreis Spree-Neiße (Brandenburg, 1385 Euro).

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