Politik Diesel-Affäre: Fahrverbote unvermeidbar?

«BERLIN.» Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat eine Bewertung des „Nationalen Forums Diesel“ vorgenommen. Ergebnis: Die Stickoxidbelastung wird kaum abnehmen. Fahrverbote bleiben demnach auf der Tagesordnung.

Auf dem Autogipfel vor zwei Wochen war unter anderem beschlossen worden, 5,3 Millionen Dieselfahrzeuge der Abgasnormen 5 und 6 mit neuer Software auszustatten. Damit soll eine Stickoxidreduzierung von 25 bis 30 Prozent bei den nachgerüsteten Wagen erreicht werden, um Fahrverbote vor allem in Städten abzuwenden. Darüber hinaus wollen einige Autobauer mit Kaufprämien zum Umstieg auf ein neueres Fabrikat motivieren. Nach Angaben von DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch würden aufgrund der Gipfelergebnisse die Stickoxidbelastungen im Sommer lediglich um maximal fünf Prozent, im Winter gar nicht reduziert. Da die Grenzwerte in einigen Städten doppelt so hoch seien wie erlaubt, werde das Ziel „komplett verfehlt“. Fahrverbote seien daher unvermeidlich, so Resch. Die DUH geht juristisch gegen 16 Städte vor, in denen die Abgasbelastungen über den erlaubten Grenzwerten liegen, darunter gegen die Landeshauptstadt Mainz.

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