Kommentar
Kommunikation ist alles

Die Gerüchteküche rund um den ehemaligen Real brodelt, und das jeden Tag, an dem sich in der Halle nichts tut und von offizieller Seite auch nichts gesagt wird, ein bisschen mehr. Das, was durchs Dorf wabert, wird immer undurchsichtiger. Sind die Gelder des einstigen russischen Investors seit Beginn des Ukraine-Kriegs eingefroren? Haben Bauunternehmer deshalb kalte Füße bekommen und sind abgesprungen? Warum wurde weiterverkauft, obwohl doch eine umfassende Renovierung geplant war? Wird da je wieder Geschäftsleben einziehen? Erfährt man nichts, klammert man sich an jeden Strohhalm. Doch der ist bekanntlich sehr instabil. Verstehen kann man die verzweifelte Suche der Mieter und ehemaligen Real-Mitarbeiter nach Infos sehr gut. Es geht um ihre Zukunft. Mehr Offenheit ihnen gegenüber wäre fair. Stattdessen wurden Agenturen vorgeschickt mit Ansprechpartnern, die selbst kaum Konkretes wissen und die die lästigen Fragen abwehren müssen. Wie nannte es eine Mieterin: egoistisches Geschäftsgebaren, bei dem nur das eigene Interesse zählt. Recht hat sie.
