Dannstadt-Schauernheim RHEINPFALZ Plus Artikel Endlich wieder singen: Chorgemeinschaft probt ab Mittwoch

Die Sänger können den Unterstand auf dem Gelände der FG Dannstadt nutzen.
Die Sänger können den Unterstand auf dem Gelände der FG Dannstadt nutzen.

Kann das wirklich funktionieren? Die Sänger der Chorgemeinschaft 1868/1958 Dannstadt waren kritisch, als sie zum ersten Mal wieder unter Corona-Auflagen proben durften. Doch alle Zweifel wurden ausgeräumt – und so geht es am Mittwoch, 19. August, auf dem Gelände der FG Dannstadt mit dem Singen weiter.

Die Akustik bei der FG Dannstadt ist gut. Das hat Norbert Senz getestet. Und trotzdem, erzählt er, waren einige Sänger skeptisch, ob Singen mit Abstand funktionieren kann. „Sie waren sich nicht sicher, ob man mit drei Metern Abstand den Nachbarn hört“, erzählt der Vorsitzende der Chorgemeinschaft Dannstadt. „Ich habe ihnen gesagt, dass wir es probieren müssen.“ Der Versuch hat sich gelohnt. „Selbst die größten Kritiker waren überzeugt und sagten: ,Es hört sich super an‘.“

Wie es mit den Proben, die eigentlich im Kulturhof Schrittmacher stattfinden, weitergehen soll, war nach dem Lockdown lange unklar. Bis Norbert Senz die FG kontaktierte und fragte, ob der Chor den Unterstand auf dem Gelände nutzen darf. Dieser hat nämlich gleich mehrere Vorteile: Wände, die den Gesang widerhallen lassen, ein Blechdach, das die Sänger schützt, und er ist an einer Seite offen, es gibt also genügend Frischluftzufuhr. FG-Vorstandsmitglied Erich Fuldner habe direkt zugesagt, erzählt Senz, und so konnte der Vorsitzende bei der Gemeinde ein Hygienekonzept einreichen. Wie vom Chorverband vorgeschlagen, sollen die Sänger drei Meter Abstand haben, die Proben nicht länger als 30 Minuten dauern und die Kontaktdaten erfasst werden.

Bei gutem Wetter auch zusammen proben

Am 24. Juni haben die Mitglieder des gemischten Chors dann zum ersten Mal seit dem Lockdown wieder geprobt. Wenn auch nach Geschlechtern getrennt. Denn: Der Chor hat 29 Sänger. Unter Dach passen mit dem nötigen Abstand nur 18. Daher sangen Männer und Frauen in den drei bisherigen Proben vor der Sommerpause getrennt. „Wenn das Wetter schön ist, können wir einen Teil des Geländes im Freien nutzen und zusammen singen“, sagt Senz. Ob jedoch mittwochs um 19.30 Uhr geprobt wird, muss von Termin zu Termin entschieden werden. Denn bei allzu schlechtem Wetter nütze aufgrund des Abstands auch das Blechdach nichts.

Die nächste Singstunde der Sänger steht für Mittwoch, 19. August, an. Senz ist froh, dass die Mitglieder sich nun wieder regelmäßig treffen können. „Es fehlte einfach etwas“, sagt er über die Zwangspause. Leider sei es immer noch nicht erlaubt, vor und nach den Proben zusammenzusitzen. Dabei sei Geselligkeit ein wichtiger Aspekt der Vereinsarbeit. Und: „Wir verdienen nichts, aber die Kosten laufen weiter.“ Senz hofft, dass die Verordnungen in Zukunft auch für die kleinen Vereine und nicht nur für den Profisport gelockert werden. Damit der Sängeralltag endlich wieder einkehren kann.

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