Pirmasens
Neuer Pop-up-Laden: Mehrere Interessenten wollen einziehen
Helmut Gieseler ist mit seiner Geschäftsidee „Retronose“ der erste Mieter des Pop-up-Ladens in der Hauptstraße. Er nutzt das Ladengeschäft für zwei Monate und schöpft damit das Maximum aus: In dem Laden kann man sich für mindestens zwei und höchstens acht Wochen einmieten. Gieseler bietet dort seine Upcycling-Kunstwerke an, die er aus abgelegten Gegenständen und nicht mehr genutzten Materialien geschafften hat. Geöffnet ist mittwochs bis samstags von 10 bis 18 Uhr.
Um Gründungswilligen den Schritt ins eigene Geschäft zu erleichtern, hat die Stadt wie berichtet zum 1. August ein leerstehendes Ladenlokal am Schlossplatz angemietet, zunächst für ein Jahr. Das soll die Fußgängerzone, die mit Leerständen zu kämpfen hat, beleben. „Pop up“ bedeutet „plötzlich auftauchen“. Solche Läden leben vom häufigen Wechsel des Sortiments. Die Präsentationsfläche ist meist nur provisorisch hergerichtet. Der regelmäßige Wechsel soll „die Neugierde der Konsumenten wecken und die Fußgängerzone um eine Attraktion reicher machen“, hatte die Stadt vergangene Woche erklärt.
Sponsoren entscheiden mit, wer einzieht
Der Laden ist 60 Quadratmeter groß. Die wöchentliche Miete beträgt inklusive Einrichtung, Fensterdekoration und Internetzugang 75 Euro. Möglich machen diesen niedrigen Preis zahlreiche Unterstützer. Diese steuerten 10.000 Euro im Jahr bei, hieß es bei der Eröffnung des Ladens am Freitag. Besagte Unterstützer entscheiden mit darüber, wer in den Laden einzieht. Wer auf „Retronose“ folgen wird, steht nach den Angaben der Stadtverwaltung noch nicht fest. Die Entscheidung soll nach den Sommerferien fallen.
Wie die Verwaltung auf Nachfrage mitteilt, gibt es bereits mehrere Interessenten. Um den Pop-up-Laden mieten zu können, muss man sich bewerben. „Ein Gremium − bestehend aus Vertretern der Wirtschaftsförderung sowie Sponsoren und Kooperationspartnern (Westpfalz-Initiative, VR-Bank, Sparkasse, Wirtschaftsberatungsgesellschaft Sefrin und Partner) − wertet die Unterlagen aus und legt die künftigen Mieter der Fläche fest“, heißt es aus dem Rathaus.
Laden in der Bahnhofstraße hat nichts damit zu tun
Jedes vorgelegte Konzepte solle „glaubhaft darlegen, dass der Interessent auch gewillt ist, nach einer erfolgreichen Testphase im Nachgang einen Leerstand in der Innenstadt zu mieten und dort ein Geschäft zu eröffnen“, ergänzt der städtische Pressesprecher Maximilian Zwick.
Wie die RHEINPFALZ in der Samstagsausgabe berichtete, machte noch ein weiterer Laden mit der Aufschrift „Pop-up“ in der Innenstadt auf sich aufmerksam, in der Bahnhofstraße. Dieses Ladenlokal habe das Citymanagement, das bei der städtischen Wirtschaftsförderung angesiedelt ist, ebenfalls einem Interessenten vorübergehend überlassen. Dieser Laden habe jedoch nichts mit dem geförderten Projekt in der Hauptstraße zu tun, erklärt die Pressestelle auf Nachfrage. „Da es sich bei diesem Leerstand aber ebenfalls um eine temporäre Nutzung handelt, spricht man auch hier von einem Pop-up-Store, der zur Belebung der Innenstadt beiträgt.“