FUSSBALL
Alexander Kotz: Ex-Bürgermeisterkandidat, Wassermeister und Trainer in Bundenthal
„Wir haben die gleichen Fußball-Ideen. Es passt einfach zwischen uns.“ Dies sagt Alexander Kotz über seine Arbeit als Co-Trainer von Sebastian Reinert, der in der zweiten Saison die Sportfreunde Bundenthal coacht. Dabei fungiert Kotz, früher unter anderem in der Landesliga Torhüter des FC Münchweiler, nicht etwa „nur“ als Torwarttrainer des Landesligisten. Nein, der 41-jährige Inhaber der Trainer-B-Lizenz ist ein echter Partner des ehemaligen FCK-Bundesligaprofis. Wenn Reinert (34) mitspielt, gibt Kotz, der stets auch als Ersatzkeeper zum Aufgebot zählt, die Anweisungen von der Außenlinie.
„Wir ticken gleich“
„Es hat von Anfang an gestimmt“, erzählt Kotz die Geschichte der Zusammenarbeit mit „Basti“ Reinert. Diese begann in einem Feriencamp der Fußballschule von Sebastian Schächter, für das beide als Trainer engagiert waren. „Meist in der Mittagspause sind wir ins Gespräch gekommen und haben gemerkt, dass wir gleich ticken“, erinnert sich Kotz. „Wir wussten bald: Wir werden was zusammen machen.“
Beim saarländischen Bezirksligisten SG Scheuern heuerten die beiden 2018 als Trainer an und blieben zwei Jahre beim aktuellen Tabellendritten der Bezirksliga St. Wendel. „Dann wurde es uns doch zu viel. Wir suchten etwas in der Region, und als die Sportfreunde uns ansprachen, hat alles gepasst“, berichtet Kotz.
Die CDU und das verlorene Spiel
Doch dann funkte Corona dazwischen. Die Saison 20/21 wurde abgebrochen. Nun also der zweite Anlauf mit Bundenthal, Reinert und Kotz, der sich 2017 als freier Kandidat für das Amt des Bürgermeisters der Verbandsgemeinde Rodalben bewarb – letztlich ohne den gewünschten Erfolg. Der neue Gas- und Wassermeister der Gemeindewerke Münchweiler ist mittlerweile politisch nicht mehr so stark engagiert, gehört dennoch weiterhin als Beisitzer dem Vorstand des CDU-Gemeindeverbands an. Zur Lage der CDU nach dem schlechten Ergebnis bei der Bundestagswahl merkt der in Merzalben wohnende Vater zweier 16 und 18 Jahre alter Kinder an: „An der CDU-Basis funktioniert alles gut. Der Wandel in der CDU wird kommen. Und es ist in der Politik ähnlich wie im Sport: Nach einem verlorenen Spiel musst du nach vorne schauen.“
„Fußballverrücktes Dorf“
In Bundenthal kümmert sich der ehemalige FKP-Junioren-Torhütercoach um das Torwarttraining und den Fitnessbereich – „beispielsweise wenn Verletzte wieder zurückkommen“. Kotz: „Die Trainingssteuerung teilen wir uns.“ Mittelfristig sei „eine spielerische Verbesserung der Mannschaft“ das Ziel, „damit Bundenthal nicht nur mit kämpferischen Elementen in der Landesliga besteht“. Die Sportfreunde hätten „viele junge, vielversprechende Spieler im Kader“, mit denen sich dieses Vorhaben realisieren lasse. Zudem gefällt Kotz die Infrastruktur des Vereins und dass Bundenthal ein „fußballverrücktes Dorf“ sei.
Spitzenreiter kommt
Aktuell liegen die Sportfreunde in der Süd-Staffel der Landesliga mit 17 Punkten aus zehn Partien auf dem dritten Tabellenplatz hinter den beiden großen Favoriten. dem SV Hermersberg und dem TSC Zweibrücken. Jene Hermersberger, mit fast optimalen 25 Punkten aus neun Begegnungen auf Rang eins, gastieren am Samstag (16 Uhr) zum Kerwespiel auf dem Rasen der „Bundaler“ unterm Fladenstein. „Wir haben in Hermersberg nur unglücklich mit 0:1 verloren und wollen gegen die was mitnehmen“, gibt sich Kotz kämpferisch. Eventuell komme der Naturrasen seiner Elf zugute, da Hermersberg fast ausschließlich auf Kunstrasen trainiere.
Um Punkte gegen den Abstieg geht es für den SV Hinterweidenthal am Sonntag (15.30 Uhr) bei den VB Zweibrücken. Die SG Eppenbrunn gastiert zeitgleich beim TSC Zweibrücken.