Bornheim RHEINPFALZ Plus Artikel Freizeitcenter ohne Führung: Pächter verabschiedet sich

Vor mehr als drei Jahren wechselte der Eigentümer des Freizeitcenters in Bornheim.
Vor mehr als drei Jahren wechselte der Eigentümer des Freizeitcenters in Bornheim.

Das Freizeitcenter in Bornheim soll noch einige Zeit bestehen bleiben. Ab Donnerstag allerdings nicht mehr mit der derzeitigen Mannschaft um Dirk Fibitz. Der Pächter zieht sich zurück. Was heißt das für die Besucher?

Als Dirk Fibitz 2021 den Pachtvertrag für das Freizeitcenter Bornheim unterschrieb, wusste er, dass es ein Gastspiel auf Zeit sein wird. Schließlich war schon damals kommuniziert worden, dass der Altbau neuen Wohn- und Geschäftsgebäuden weichen wird. Der Landauer Unternehmer Denis Baumann mit seiner DB Wohnbau treibt dafür die Planungen seit einigen Jahren voran. Zuletzt hatte er ein Verkehrsgutachten erstellen lassen, um eine Abbiegespur schaffen zu können. Baustart war ursprünglich für 2023 angekündigt. Da sich das Projekt allerdings verzögert, wurde der Vertrag mit Dirk Fibitz verlängert – was aber nun ein jähes Ende findet.

Denn der Mannheimer Einzelunternehmer wird das Feld räumen. Genauer: räumen müssen. Aus finanziellen Gründen könne er sich dort nicht mehr auf den Beinen halten, auch wenn die Anlage durchaus gefragt ist. Gerade bei Anhängern von Sportarten wie Squash oder Kegeln, für die es in der Region an Spielstätten mangelt-. In Bornheim finden sie noch eine Heimat, um ihrem Hobby zu frönen. Die steigenden Kosten für Energie und Lohn hätten dem Pächter aber letztendlich das Genick gebrochen.

Dirk Fibitz und sein Team werden bis Mittwoch den Laden schmeißen. Auf die Frage, was folgt, gibt es widersprüchliche Aussagen. Der bisherige Pächter hat in den sozialen Netzwerken bereits kommuniziert, dass ein Nachfolger gefunden sei, es dementsprechend einen nahtlosen Übergang geben werde. Denis Baumann hält sich auf Anfrage der RHEINPFALZ zum jetzigen Zeitpunkt bedeckt. „Wir arbeiten an einer Übergangslösung“, informiert er.

Ist das Bauprojekt gestorben?

Wie lange das Freizeitcenter in Bornheim bestehen bleiben soll, ist nicht klar. Es hänge auch von der wirtschaftlichen Situation vor Ort, betont Denis Baumann. Es wäre wünschenswert, wenn es „noch einige Zeit“ existieren würde.

Sicher sei, dass er sein großes Bauprojekt auf der rund 20.000 Quadratmeter großen Fläche am Rande von Bornheim realisieren werde. Das stellt der Bauunternehmer klar. Geplant ist der Bau von 60 Wohneinheiten unterschiedlicher Größe. Eine rund 5500 Quadratmeter große Fläche soll für gewerbliche Zwecke genutzt werden. Die Investition wurde einst auf 25 Millionen beziffert.

Nach Angaben von Dirk Fibitz wird gerade geprüft, wie es mit dem Personal am Freizeitcenter weitergehen soll. Angedacht sei, dass ein Teil der Truppe an Ort und Stelle unter einem neuen Pächter weiterarbeitet. Die anderen könnte er an seinen beiden anderen Standorten beschäftigen, also am Schützenhaus Steinweiler und Tennisclub Bellheim.

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