Kommentar
Ernste Situation
Vor über einem Jahr wurde bekannt, dass das Wirtschaftsministerium die klassische duale Ausbildung in Betrieb und Schule stärken will und fürchtet, dass die Meisterschule für Handwerker den Betrieben Auszubildende abzieht. Nun ist der erste Schritt getan, um Ausbildungsbereiche an der MHK zu schließen. Vorerst sind drei von neun so gut wie beschlossen. Doch wie geht es weiter? Die Schule sucht nach Alternativen, um ihren Zweig der Berufsausbildung zu sichern. Die demografische Entwicklung arbeitet gegen sie, es gibt immer weniger junge Menschen. Und ist ein Zweig erstmal weg, fehlen dann auch schnell die Lehrer, so dass das Angebot schwer aufrecht zu halten ist. Auch wenn das Land derzeit noch die übrigen Berufe als genug nachgefragt sieht, so dass die MHK sie anbieten darf, ist langfristig nichts sicher. In der Migrantenausbildung könnte eine Chance liegen, denn das wäre ein Alleinstellungsmerkmal.
