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Dienstag, 13. Dezember 2016 Drucken

Kreis Kaiserslautern

Ein freudiges Halleluja

Rodenbach: A-capella-Ensemble nimmt Publikum beim Adventskonzert in der protestantischen Kirche mit auf eine musikalische Zeitreise

Das a capella Ensemble d’acCHORd überzeugte beim Konzert in der protestantischen Kriche auf ganzer Linie. ( Foto: VIEW)

Von hoher Vortragskunst getragen war das Adventskonzert des a-capella-Ensembles d’acCHORd der Kaiserslauterer Gesangspädagogin Gerda Hagner-Ramirez. Zum zweiten Mal gastierten die elf Damen und sechs Herren am Sonntag bei der protestantischen Kirchengemeinde in Rodenbach.

 

Mit Werken klassischer Meister zeichneten sie stilvolle Epochengemälde der Gesangskultur. Formidabler Partner war das „Myotis-Streichquartett“. Als spannend erwies sich das Changieren zwischen alten Meistern und neuzeitlichen Komponisten.

Die Zeitreise begann mit einer Hymne für den Adventssonntag. Neu interpretiert wurde dabei das vom US-Amerikaner Richard Burchard bearbeitete „Creator Alme Siderum“. Frisch und zeitlos erklang das in seinem Ursprung gregorianische Lied, das sich geschickt mehrstimmiger Weite öffnete. Mit „Wachet auf, ruft uns die Stimme“ folgte der Schlusschoral aus einer der bekanntesten Kantaten Johann Sebastian Bachs. Hohe Textverständlichkeit und signalhafte Bass- und Sopran-Duette transportierten den poetischen Text des Schöpfers Philipp Nicolai. Reizvolle Stimmendialoge lieferte Jochen Kleppers Gedicht „Die Nacht ist vorgedrungen“. Vertont wurde der Text von Johannes Petzold, neu in Noten gesetzt von dem Stuttgarter Komponisten Jürgen Essl.

Mitglieder des Sinfonieorchesters des Landkreises Kaiserslautern (Wolfram Hepfer, Helene Nacu, Cornelia Ebert) und ein Geigenbaumeister (Wolfgang Hilcker) bilden das Herzstück von Myotis. In die Romantik führten die vier Streicher mit Felix Mendelssohn-Bartholdys Satz „Adagio ma non troppo“. Aus dem 13. Jahrhundert stammte der Text des Chorstückes „Puer natus in Bethlehem“. Strahlende Sopranstimmen, ostinate Basspassagen, Flüstertöne, die sich zum Sprechgesang steigerten, und ein jubilierendes Finale versetzten das Publikum in Staunen. In der Besetzung Chor und Streicher wurde die Barockkantate „Das neugeborne Kindelein“ von Dietrich Buxtehude vorgestellt. Deutsch und lateinisch wurden die Strophen zur Weihnachtsmelodie „In dulci jubilo“ gesungen. Von Violinen und Violoncello umspielt wurde Johann Sebastian Bachs „Gloria in excelsis Deo“. Lichte Höhen und vollendete Phrasengestaltung gab es beim „Andante espressivo“ aus Mendelssohn-Bartholdys Streichquartett Nr. 1 op. 12 zu bestaunen.

Gefühlvolle Melodiestimmen übernahmen die Tenöre und Frauenstimmen in Max Regers Chorsatz „Vom Himmel hoch, da komm ich her“. „Tollite hostias“, den Schlusschor aus dem Weihnachtsoratorium von Camille Saint-Saens, trug das Ensemble d’acCHORd als Schlusspunkt zusammen mit den Streichern vor. Ein freudiges „Halleluja“ wanderte zum Finale durch alle Stimmen.

Applaus und Blumen gab es fürs Streichquartett, Chorleiterin Gerda Hagner-Ramirez und die Choristen. Jubilierende Sopranstimmen übertönten den gemeinsam gesungenen Schlusschor „O du fröhliche“.

|jst

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