Tischtennis RHEINPFALZ Plus Artikel TSG Zellertal: 3:7 gegen Oberliga-Spitzenreiter Windhagen

Ging dieses Mal leer aus: Sylke Bayer (TSG Zellertal), die Deutsche Meisterin in der Altersklasse ab 50 Jahre.
Ging dieses Mal leer aus: Sylke Bayer (TSG Zellertal), die Deutsche Meisterin in der Altersklasse ab 50 Jahre.

Der Gegner der TSG Zellertal am Wochenende hieß SV Windhagen, das Thema des Spieltags war jedoch die TSG Kaiserslautern II. Denn bereits zum zweiten Mal in jüngerer Vergangenheit zieht der pfälzische Tischtennis-Vorzeigeverein sein zweites Damenteam aus der Oberliga zurück. Das kommt dem Punktekonto der Zellertalerinnen sehr entgegen, weil sie das Hinspiel in Kaiserslautern mit 2:8 verloren.

Da zudem am Samstag der VfL Duttweiler dem TTV Edenkoben überraschend deutlich mit 0:10 unterlag, war die Partie am Sonntag gegen Windhagen plötzlich die des Klassenprimus gegen den direkten Verfolger aus Zellertal.

„Bei uns sind alle fit. Windhagen ist aber schon der Favorit“, sagte die Nummer zwei der Gastgeberinnen, Silke Ermel, vor der Partie. Um einen Punkt gegen den Spitzenreiter aus dem Westerwald zu holen, hätte die Partie schon optimal laufen müssen.

0:4-Rückstand

Nachdem Zellertal zuletzt zwei Siege gegen Duttweiler und das sich nach Rundenende wohl aus der Oberliga zurückziehende Riedelberg eingefahren hatte, setzte es gegen Windhagen eine 3:7-Heimniederlage. „Da Ergebnis spiegelt nicht den Spielverlauf wider“, bedauert Ermel.

Nach den Doppeln lag Zellertal mit 0:2 im Hintertreffen. Obwohl der SVW seit dieser Saison nicht mehr mit seiner langjährigen Topspielerin Yu Chun Hammes-Zimmermann antritt, hat er mit Katharina Schlagen eine der besten Spielerinnen der Liga in seinen Reihen. Hinzu kommen mit Julia Schuh und Kaylee Mesenholl zwei Akteurinnen im hinteren Paarkreuz, die jeweils eine deutlich positive Bilanz aufweisen.

Der sonst übliche, aber diesmal fehlende Doppelpunkt brach Zellertal bereits frühzeitig das Genick. Sylke Bayer (1:3 gegen Johanna Braun) und Mannschaftsführerin Silke Ermel (2:3 gegen Katharina Schlagen) gaben auch die ersten beiden Zellertaler Einzel ab. Der 0:4-Rückstand war eine zu große Hypothek für die TSG. Etwas Aufwind gaben die Siege von Christel Diefenbach und Anneli Heintz im hinteren Paarkreuz. Beide setzten sich im Entscheidungssatz durch. Anneli Heintz drehte gegen Windhagens Julia Schuh sogar einen 0:2-Satzrückstand noch zum Sieg. Auf weniger als zwei Zähler vermochte Zellertal den Rückstand aber in der Folge nicht mehr verkürzen. Einzig Silke Ermel sollte danach noch ein Sieg (abermals im fünften Durchgang) gelingen. Die übrigen Partien von Bayer, Diefenbach und Heintz gingen allesamt in drei Sätzen verloren. „Tolle Spiele, und sie waren einen Tick besser“, zog Ermel nach der Partie ihr Fazit.

Abstieg nicht mehr möglich

Klar ist seit diesem Spielwochenende, dass Zellertal nicht mehr absteigen wird. Der Vorsprung auf den TTC Riedelberg beträgt nach der Abmeldung der TSG Kaiserslautern II mittlerweile 13 Zähler. Da Riedelberg jedoch bei noch sechs ausstehenden Partien maximal noch zwölf Punkte holen kann, hat Zellertal mit der ältesten Mannschaft der Liga abermals den Klassenverbleib geschafft. Aktuell steht die TSG sogar mit 18:10 Punkten auf Rang zwei hinter Windhagen (22:4) und vor Duttweiler (15:9) und Mülheim (14:10).

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