Göllheim RHEINPFALZ Plus Artikel Neues Gewerbegebiet für Göllheim in Planung

Diese drei Gewerbegebiete sind derzeit in der Planung.
Diese drei Gewerbegebiete sind derzeit in der Planung.

Die Nachfrage nach Gewerbeansiedlungen boomt derzeit in Göllheim. So sehr, dass alle verfügbaren Grundstücke bereits belegt sind. Tatsächlich gibt es mehr Interessenten als Fläche vorhanden ist. Die Gemeinde ist jetzt dabei, Abhilfe zu schaffen.

Die letzten erschlossenen Gewerbegrundstücke in Göllheim sind erst vor kurzem weggegangen – beide in der Gemarkung Mehlacker, einem Teilstück der bereits bestehenden Gewerbefläche „Am Niederbusch“: Die Firma Fahrzeugtechnik Hoffmann, ursprünglich aus Lautersheim, ist auf ein Grundstück in der Raiffeisenstraße, zwischen Linde und Lochbach, gezogen, und das Abfüll- und Verpackungsunternehmen Per-Chemie aus Eisenberg baut derzeit auf der anderen Seite von Linde, ebenfalls in der Raiffeisenstraße. „Zwei weitere Firmen, die sich in der Gemarkung Mehlacker ansiedeln wollen, stehen kurz vor dem Notarvertrag“, sagt Ortsbürgermeister Dieter Hartmüller.

Damit hat es sich dann aber auch vorläufig. Die anderen verfügbaren Flächen sind zwar noch nicht alle bebaut, wohl aber vergeben. Weil es aber nicht nur den Entwicklungszielen der Ortsgemeinde entspricht, sondern auch der Forderung der Verbandsgemeinde, neue Gewerbeansiedlungen in Göllheim zu konzentrieren, will die Gemeinde ihr Gewerbegebiet deutlich ausweiten.

30 Hektar großes Gewerbegebiet geplant

„Aktuell sind wir dabei, mit dem Kaiserslauterer Planungsbüro WSW & Partner einen Bebauungsplan für weitere 30 Hektar zu erstellen“, sagt Hartmüller. „Interessenten gibt es eine ganze Menge, anbieten können wir zur Zeit aber nichts.“ Das neue Gewerbegebiet wird sich über die Gemarkungsteile „Am Schulacker“ (direkt hinter dem Feuerwehrgebäude Richtung Dreisen, 12,4 Hektar), „Im Heptried“ (zwischen Dyckerhoff und Dreisener Straße, 13,7 Hektar) und „In der Schorr“ (links der Dreisener Straße, unterhalb der Firma Weigel, 4,1 Hektar) erstrecken.

Im Augenblick gehören der Ortsgemeinde erst zwei dieser drei Flächen. Für die dritte laufen derzeit noch Verhandlungen. Bei den Eigentümern handelt es sich um Landwirte, denen die Gemeinde Ersatzland zum Tausch anbieten muss. „Im Moment ist es nicht ganz einfach an Tauschflächen zu kommen, wir sind da noch dran“, sagt Hartmüller. Dagegen ist die Fläche „In der Schorr“ bereits komplett verplant. „Allerdings muss die Gemeinde hier noch die Straßenführung mit dem Landesbetrieb Mobilität absprechen“, so Hartmüller. Als Verbindung zur gegenüberliegenden Fläche „Schulacker“ habe der LBM hier einen Kreisel vorgegeben.

Baureife wahrscheinlich erst in zwei Jahren

„Verplant“ heißt allerdings noch nicht „erschlossen“. Da die Interessenten, wie Hartmüller sagt, voll erschlossene Grundstücke erwarten, wird die Ortsgemeinde auch das in die Hand nehmen. Aufgrund der derzeitigen Bedingungen im Baugewerbe geht Hartmüller davon aus, dass das dauern kann. „Wir rechnen mit zwei Jahren, weniger wäre natürlich besser.“ Was die Quadratmeterpreise angeht, kann Hartmüller noch keine Aussage machen. „Eins ist jedenfalls klar, die 40 Euro, die der Quadratmeter hier bisher gekostet hat, werden nicht zu halten sein.“

Angedacht sind seitens der Gemeinde, in überschaubarer Frist auch noch rund zehn weitere Hektar gegenüber der Firma Sonima als Gewerbefläche anzubieten. Hier müssten allerdings noch einige Hindernisse überwunden werden, sagt Hartmüller. Langfristig sieht er die Zeichen der Zeit gut für weitere Gewerbeansiedlungen. „Wir profitieren von einer guten Infrastruktur. Wir haben gute Autobahnanbindung, und mittelfristig hoffen wir ja auch noch auf die Zellertalbahn. Überlegungen für Bahnanschlüsse gibt es bereits.“

Das neue Gewerbegebiet beginnt unterhalb der Feuerwehr.
Das neue Gewerbegebiet beginnt unterhalb der Feuerwehr.
x