Wörtlich RHEINPFALZ Plus Artikel Klingende Weingläser und eine ganz andere Perspektive

Nicht mit auf dem Luftbild, aber dennoch öfter genannt: das Zeller Ehrenmal.
Nicht mit auf dem Luftbild, aber dennoch öfter genannt: das Zeller Ehrenmal.

Nachfolgend wieder einige Beispiele, was RHEINPFALZ-Lesern zu der bei unserem Luftbild-Rätsel gesuchten Gemeinde – in diesem Fall Zell – eingefallen ist.

Matthias Lothar Nabinger: Im Zentrum der Fotografie, leicht rechts orientiert, sieht man ein in sich freistehendes Gebäude. Hier ist das Drei-Sterne-Hotel Kollektur mit Restaurant ansässig. Ein herrliches Anwesen, erbaut Mitte des 18. Jahrhunderts. Das in gelb gehaltene Gebäude bietet für den Restaurantbetrieb eine nach Süden ausgerichtete Terrasse auf dem Untergeschoss, die neben Köstlichkeiten für den Gaumengenuss, in fester und flüssiger Form, herrliche Blicke in das wunderbare Zellertal bietet.

Und wenn es spät abends still ist, man auf dieser Terrasse residiert und höchstens noch den Klang der aufeinander treffenden Weingläser wie hellen Glockenschlag ins Zellertal hinab hallen lässt, hört man ab und zu das Plätschern der Pfrimm, die ihre Bahn durch das Tal zieht und sich zum Rhein macht, ganz still und leise.

Claus Becker, Mauchenheim: Zell ist der Namensgeber des Zellertales und war bis 1975 selbständig. Damals hatte Zell etwa 300 Einwohner. (...) Zell ist auch weltbekannt durch seine Weinbergslage Schwarzer Herrgott. Zell gehört heute zur Gemeinde Zellertal, zusammen mit den Ortsteilen Harxheim und Niefernheim. Zell hat heute alleine 228 Einwohner. Renommierte Weingüter sind in Zell beheimatet, die auch die „Weinbergsschneck“ bewirtschaften. (...)

Im Zellertal treffen auch die beiden größten Weinbaugebiete zusammen, Pfalz und Rheinhessen. Aber die Winzer beider Weinbaugebiete im Zellertal betreiben zusammen die Weinrast im Mölsheim. Sie lassen und ließen sich nicht durch die politischen Wirren von vor 200 Jahren beirren und zeigen ihre Verbundenheit, auch wenn sie verschiedenen Verbandsgemeinden, Landkreisen zugeordnet sind und früher auch verschiedenen Staaten angehörten. Dies findet auch Ausdruck am gemeinsamen Ehrenmal für die Gefallenen 1914 bis 1918 und 1939 bis 1945.

Silke Schwarz-Bernhardt, Niefernheim: Der schönste unserer drei Ortsgemeinden. Gut zu sehen die beiden Kirchen links im Bild (Richtung Einselthum), das Kolpinghaus am linken Rand, die Kollektur in der Mitte, der schwarze Herrgott genannte Sitz Golsen... bis hin zum Weingut Schwedhelm am rechten Ortsrand.

Peter Lahr (13 Jahre), Stetten: Diesen Ort erkenne ich an den zwei Kirchen, am Hotel Kollektur in der Mitte des Fotos und am Kolpinghaus am linken Bildrand. Mehrmals in der Woche fahre ich durch Zell, wenn ich meine Großeltern im rheinhessischen Mölsheim besuche. Denn zwischen Zell und Mölsheim befindet sich die unsichtbare Grenze zwischen der Pfalz und Rheinhessen. Bekannt ist auch das Zeller Ehrenmal, das leider nicht auf dem Bild ist – aber dann wäre es wahrscheinlich auch zu einfach gewesen.

Gustav Herzog, Harxheim: Vielen Dank für das Foto von Zell aus einer ganz anderen Perspektive. Als Harxheimer sehe ich den Zellertaler Ortsteil sonst immer von unten... Aber auch von da sind die beiden Kirchen und das Hotel Kollektur gut zu sehen.

Tobias Hager, Winnweiler-Langmeil: Diesmal ohne viel Worte und ganz schnell: Zell, gell?

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