Donnersbergkreis Donnersberger ECHO

Unterrichtsausfall nur Ansichtssache? So stand es über unserem Bericht zur Unterrichtsversorgung an Donnersberger Schulen. Klar, dass die Ansichten darüber, ob die Unterrichtsversorgung gut oder schlecht bewertet wird, zwischen einem Vertreter der Landesregierung wie Margit Conrad (SPD) und einer Oppositionspolitikerin wie Simone Huth-Haage (CDU) deutlich auseinandergehen. Verständlich ist auch, dass mancher Schulleiter auf eine Presseanfrage zu diesem Thema eher mit Zurückhaltung reagiert. Dass Unterricht ausfällt, mal mehr, mal weniger, mal länger, mal kürzer und immer wieder abhängig von den unterschiedlichsten Faktoren, ist aber eine Realität, die auch Eltern natürlich bekannt ist und bei ihnen immer wieder auf Kritik und Unverständnis stößt.

Dass auf vielen Wegen versucht wird, Engpässe teilweise zu kompensieren, ist anerkennenswert, verstärkt aber den Eindruck, dass ausfallende Stunden eben Sand ins Getriebe des Bildungsgeschehens bringen. Wenn Schulen schon von vornherein mit einem sogenannten strukturellen Defizit, das heißt einer Diskrepanz zwischen den zu haltenden Soll-Stunden und den von ihnen leistbaren Ist-Stunden, ins Schuljahr starten, dann macht das schon deutlich, dass die Unterrichtsversorgung doch eher auf Kante genäht ist. Da ist noch Luft nach oben.

Mitten drin und doch so weit weg: Der Gedanke kommt einem im Vorblick auf eine Europa-Wahl und die Frage, wie präsent dem Wahlbürger vor Ort europäische Themen sein mögen. Wie am Montag berichtet, nutzten gerade mal 30 Leute, überwiegend Kommunalpolitiker aus dem Kreis, letzte Woche die Gelegenheit, bei einem Bürgergespräch im Kahnweiler-Saal der Sparkasse in Rockenhausen gleich zwei regional zuständige Europa-Abgeordnete kennenzulernen, Birgit Collin-Langen (CDU) und Jutta Steinruck (SPD). Eigentlich eine bemerkenswerte Veranstaltung, die dem Kreisverband der Europa-Union gelungen war und die damit auch eine notwendige Vermittlerrolle vor Ort übernommen hat. Gleichwohl, es blieb bei einem eher kleinen Kreis Interessierter. Europa bürgernäher zu gestalten, darin sah auch Collin-Langen auf Nachfrage ein

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