Fußball
ASV Winnweiler muss neuen Anlauf in A-Klasse nehmen
Starke 72 Punkte aus 30 Spielen holte der ASV Winnweiler in der abgelaufenen Saison. Das hätte in den meisten Fällen der A-Klasse-Historie dicke für Rang eins oder zwei gereicht. Am Ende wurde der direkte Wiederaufstieg denkbar knapp verpasst. Zurück in die B-Klasse muss die SG Eiche Sippersfeld/Lohnsfeld/Langmeil. Die restlichen Donnersberger-Clubs schneiden im Mittelfeld ab.
Bis zum 7. Mai – exakt neun Monate – lag Winnweiler auf einem der beiden vordersten Plätze, war zusammengerechnet gar 20 Spieltage Tabellenführer und bestach durch eine fulminante Offensive (152 Tore). Doch drei Wochen vor Rundenschluss zog neben dem späteren Meister FCK-Portugiesen auch der SV Katzweiler, der dann in der Aufstiegsrelegation an Schönenberg scheiterte, am ASV vorbei. Die wohl entscheidenden zwei Niederlagen kassierte die Mannschaft von Waldemar Schneider gegen die direkten Konkurrenten. „Das 3:4 in Katzweiler fand ich unverdient und beim 0:2 zum Saisonabschluss gegen die Portugiesen hat uns der Mut gefehlt. Da sind wir zu wenig Risiko gegangen“, sagt Schneider.
Zu viele ASV-Spieler im Endspurt angeschlagen
Der Spielertrainer selbst konnte im Schlussspurt nicht mehr wirklich auf dem Feld helfen, noch heute laboriert der 35-Jährige an einer Schambeinentzündung. Neben Schneider merkte man auch den Stammkräften Srdjan Savic und Ricki Schneider an, dass sie angeschlagen oder verletzt und entsprechend ausgelaugt waren. Kapitän Burak Sevinc (Kreuzbandriss) fehlte die ganze Rückrunde. Den zweiten Anlauf, um wieder in die Bezirksliga aufzusteigen, nimmt der ASV Winnweiler schon in der neuen Saison. Co-Trainer und Routinier Christoph Scharfenberger betont: „Der Aufstieg muss her. Ich hoffe, dass unsere jungen Spieler aus der Rückrunde gelernt haben.“ Für den bald 37-Jährigen soll dann im Sommer 2024 definitiv Schluss sein – „nur noch Alte Herren“.
Eine Runde mit vielen Unruhen liegt hinter dem TuS Göllheim. Der als Vize-Meister in die Saison gestartete TuS lag bis Ende März – bis vor der Heimpartie gegen Winnweiler – auch noch in Schlagdistanz zu den obersten Plätzen. Doch dann überschlugen sich die Ereignisse: Spielertrainer und Leistungsträger Daniel Ghoul, der in der Winterpause verkündete, im Sommer nicht mehr weiterzumachen, wurde nicht nur für die wichtige Partie, sondern auch für den Rest der Saison von den Vereinsverantwortlichen seines Amtes entbunden. Die Partie gegen den ASV ging mit 4:5 verloren und Göllheim fiel ins Mittelmaß zurück. Der neue Trainer Micha Bengel sollte eigentlich erst zur neuen Saison übernehmen, gab sein Debüt dann aber schon Mitte April, ehe er durch eine Rote Karte immer noch bis auf Weiteres gesperrt bleibt. Keine Freunde machte sich der TuS, der am Ende auf Rang sechs landete, durch die Spielabsage Mitte Mai beim SV Katzweiler.
Bitteres Kreispokal-Finale für Gundersweiler
Eine Position besser – und somit zweitbestes Donnersberger Team in der A-Klasse – schnitt der SV Gundersweiler ab. Es war der verkorkste April, wo nur vier Punkte aus fünf Begegnungen geholt werden konnten – darunter gegen Otterberg, Winnweiler und die FCK-Portugiesen –, der eine noch bessere Platzierung zunichte machte. Die Mannschaft von Spielertrainer Michael Hammerschmidt hätte um ein Haar die Saison zumindest mit einem Titel abgeschlossen, doch das Kreispokal-Finale gegen den SV Katzweiler nahm ein bitteres Ende.
Siebter mit satten elf Punkten weniger als Gundersweiler und Göllheim wurde der TuS Ramsen. Der Trainerwechsel, Marco Kroneberger folgte auf Christian Bauer, hat zumindest in einer wesentlich stärkeren Rückrunde zu Buche geschlagen, in der der TuS zehn Zähler mehr holte.
Solide Saison für Aufsteiger Steinbach/Börrstadt II
Als Aufsteiger eine solide Saison gespielt hat der TuS Steinbach/SV Börrstadt II, der 31 Punkte sammelte und auch einen Trainerwechsel zu verzeichnen hatte: Spielertrainer Christopher Dispot wurde nach nur fünf Partien mit einem Sieg entlassen und durch Oldie Frank Kappesser ersetzt. Eine um sieben Punkte bessere Rückserie hat die SpVgg Gauersheim gespielt. Der Kader wurde in der Winterpause in der Spitze und in der Breite verstärkt. Die Mannschaft von Kai Steuerwald beendete die Saison auf Rang elf.
Auf nur 18 Punkte aus 30 Partien kam die SG Eiche Sippersfeld/Lohnsfeld/Neuhemsbach. Um ein Haar hätte der vorletzte Tabellenplatz noch zum sportlichen Klassenverbleib gereicht, wenn der SV Katzweiler über die Relegation aufgestiegen wäre. So steigt die Eiche, der sich im Sommer noch der SV Neuhemsbach anschloss, was aber aufgrund der schwerwiegenden Abgänge wie beispielsweise die Windecker-Brüder keinen Mehrwert schuf, nach sieben Jahren wieder in die B-Klasse ab. Spielertrainer Philipp Wissmann stieg im Winter als Coach aus. Nachfolger wurde Frank Kolling. Die Probleme blieben die gleichen …