Meinung
Die Zentrale von Daimler Truck gehört nach Wörth
Noch in diesem Jahr will der Daimler-Konzern aus Stuttgart seine Nutzfahrzeugtochter Daimler Truck AG abspalten und an die Börse bringen – ein Schritt, der von Investoren schon lange gefordert und erwartet worden war. Denn mit zwei dann komplett selbstständigen Unternehmen soll es besser laufen. Das sieht auch Daimler-Chef Ola Källenius so. Er sprach von einem „historischen Moment“ und gab sich überzeugt, dass die beiden neuen Einzelfirmen für Autos auf der einen und Nutzfahrzeuge auf der anderen Seite „künftig noch schneller agieren“ können. Das ist sicherlich richtig. Nur: Warum soll die Zentrale der Daimler Truck AG dann im fernen Stuttgart bleiben?
Die BASF macht’s vor
Wenn es Daimler mit seinen Plänen wirklich ernst meint, dann sollte ganz klar sein, dass die Hauptverwaltung dort angesiedelt ist, wo schon das weltweit größte Lkw-Werk steht und wohin schon ein Großteil der Forschung in den vergangenen Jahren verlagert wurde: im südpfälzischen Wörth. Nur so könnte Daimler Truck künftig von kurzen Wegen profitieren, Vorstandsmitglieder könnten vor Ort besser erspüren, was unter Mitarbeitern so alles geredet wird. Als Vorbild könnte die BASF dienen, die großen Wert darauf legt, dass die Hauptverwaltung in Ludwigshafen ist, am wichtigsten Standort weltweit.
Großartige Chance für die Pfalz
Sollte sich Daimler doch noch besinnen und die Zentrale des entstehenden Nutzfahrzeug-Weltkonzerns nach Wörth verlegen, wäre das auch eine großartige Chance für die Region. Mit der BASF und Daimler Truck wären dann gleich zwei Weltmarktführer in der Pfalz angesiedelt.
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