Lokalsport Südpfalz Tennis: Manager für Hygiene und Ordnung – Frederik Walter sieht ein 5:16 in Landau

Spielt diese Runde für Landau: Lars Pauschert. Der Württemberger verlor sein Einzel knapp.
Spielt diese Runde für Landau: Lars Pauschert. Der Württemberger verlor sein Einzel knapp.
Frederik Walter (links) mit Ralf Urani auf der Terrasse.
Frederik Walter (links) mit Ralf Urani auf der Terrasse.
Julien Motz kommt aus Weißenburg.
Julien Motz kommt aus Weißenburg.
 Andreas Frank fing gut an und gewann doch nur vier Spiele.
Andreas Frank fing gut an und gewann doch nur vier Spiele.

Frederik Walter ist Stammpersonal bei SW Landau, seit er im Alter von elf Jahren zum ersten Mal die Turnierleitung unterstützte. Beim Oberliga-Einstand der Landauer gegen BW Bad Ems ist der 33-Jährige auch Hygienebeauftragter. Relativ viele Leute sehen sich die Spitzenspiele an. Die Landauer verlieren hoch.

Wo ist Frederik Walter? Wenn Tennis bei SW Landau gespielt wird, ist der 33-Jährige mit hoher Wahrscheinlichkeit auf der Anlage wie Sportwart Günther Ziegler. Hat er überhaupt einmal die RHEINPFALZ Open verpasst seit 1998? Der Geschäftsführer von Fritz Walter, der Eisen- und Sanitärhandel GmbH & Co. KG im Landauer Horstring, muss überlegen. Einer seiner Jobs heute beim Oberliga-Match gegen BW Bad Ems: Hygienebeauftragter. Landau liegt nach den Einzeln 2:10 hinten.

Einmal sei er erst am Finalwochenende da gewesen, erinnert er sich. Zwischen Zivildienst im Butenschoen-Haus und Beginn des Wirtschaftswissenschaftsstudiums in Frankfurt war er drei Monate in Australien. 1998 hieß das Landauer Ranglistenturnier noch anders, Cargraphic Open. Frederik Walter, „mit einfachem K wie der Kronprinz von Dänemark“, war elf Jahre alt und konnte sehr gut Computer bedienen. In der fünften Klasse am Max-Slevogt-Gymnasium war er in der Computer-AG bei Klaus Koch und leitete dann selbst Arbeitsgemeinschaften. So einen wie den Sohn von Fred Walter, der auch Tennis spielt, konnte SW Landau gebrauchen für die Turnierverwaltung.

Besser im Schiedsen

Im Tennis selbst hat es Frederik Walter nicht sehr weit gebracht. „Ich war nie sehr erfolgreich“, behauptet er. Deshalb sei er zum „Schiedsen“ gekommen und habe mit 17, 18 Jahren den Bezirksoberschiedsrichter gemacht. Inzwischen ist er B-Oberschiedsrichter, diese Lizenz ist verpflichtend für DTB-Turniere sowie bei Einsätzen in der Ober- und Regionalliga.

Walter hätte Herren-30-B-Klasse gespielt in dieser Corona-Übergangsrunde ohne Abstieg, der Verein meldete diese Mannschaft ab. Die Herren I, aufgestiegen in die Oberliga, spielen. Yannik Meyer wird vom Publikum auf der Gaststätten-Terrasse gerade gefeiert: „Bravo“, „Gut gespielt“. Er hat das längste Einzel im Tiebreak gewonnen. Walter wird 6:4, 4:6, 10:7 in den Online-Spielbericht eintragen.

Porsche-Cup im September?

Wie ist das mit den Corona-Verordnungen? Der Verein halte sich auf dem Laufenden und beachte die Informationen des Verbandes, sagt Walter, der an der Uni in Frankfurt den Bachelor-Abschluss und in Köln den Master gemacht hatte. Maximal 250 Zuschauer („Es waren viele da“ am Morgen, „da sind wir zufrieden“), immer höchstens zehn, dann wieder 1,50 Meter Abstand, vor den Plätzen gekennzeichnete Zuschauerplätze, die frei bleiben sollen, Kontaktdatenerfassung am Eingang, Desinfektionsmittelspender. Die sind bestimmt von Fritz Walter? Sie seien von Sponsor Michael Schlick von DLS.

Er habe Spaß an schönem Tennis, am Organisieren, am Schiedsen, sagt Frederik Walter, der auch schon mal Stuhlschiedsrichter war. „Da muss man schon die Leidenschaft haben, um Konflikte im Match in seiner Freizeit zu lösen.“ Dafür baut er seinen Urlaub um die Turniertermine herum. Ein neues Turnier kommt planmäßig Anfang September hinzu: der Porsche-Cup, ein Herren-Turnier der Kategorie A4 um 3000 Euro Preisgeld. Er ist etwas höher bewertet als die RHEINPFALZ Open im August, bei der seit Langem auch ein Damenturnier gespielt werden soll. Wenn nicht alles von Corona über den Haufen geworfen wird. Der 21. Juni ist eine Momentaufnahme. „Wir sind froh, dass nach dem ganzen Lockdown mal wieder annähernd Normalität herrscht und ein bisschen Leben auf der Anlage ist“, sagt Walter, der als Mitgliederwart im Vorstand des Clubs ist.

Die Spiele gegen Bad Ems

Der kann das erste Oberliga-Match in den Doppeln nicht mehr gewinnen. Trainer Frank Bohlender ordnet die Einzelspiele so ein: Elias Peter unterliegt in einem Spitzenspiel der deutschen U18 2:6, 1:6 gegen einen sehr starken Mika Lipp. Andreas Frank fängt gut an von hinten, spielt die Bälle gut ins Feld, Tristan Reiff spielt variabler und gewinnt 6:3, 6:1. Lars Pauschert merkt man an, dass er längere Zeit nicht gespielt hat. Er liegt anfänglich klar hinten gegen Philipp Schehadet, dann wird es ein Hin und Her, entscheiden ein bisschen Pech da und ein bisschen Glück dort beim 6:7, 5:7.

Johannes Kuhn hat im Prinzip keine Chance gegen Dennis Gilberg. „Johannes ist nicht so der Prügler. Der andere hat ihn durch sein variantenreiches Spiel mit Stopps und Winkelbällen aus dem Rhythmus gebrochen.“ Weil Gilberg im zweiten Satz ein paar Fehler mehr macht, endet das Match 0:6, 3:6. Yannik Meyer spielt beim 6:4, 4:6, 10:7 gegen Christof Brenner super. „Manchmal war es so, dass er zu verhalten gespielt hat, heute hat er das schön durchgeboxt.“ Dem Weißenburger Hünen Julien Motz, gelistet mit LK11, noch nicht sehr lange im Training, fehlt nicht viel für einen Erfolg gegen Flynn-Tjark Baumert. „Bei 6:7, 6:7 liegt es an drei, vier Bällen, ob es gutgeht oder schiefgeht.“

Motz spielt mit Peter Doppel, sie gewinnen 6:0, 6:0 gegen Reiff/Lars Nolden. BW Bad Ems gewinnt zwei Doppel und die Begegnung mit 16:5.