Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Rhein-Neckar Löwen sorgen für den nächsten Krimi

Halil Jaganjac war am Donnerstag in guter Form.
Halil Jaganjac war am Donnerstag in guter Form.

Nichts für schwache Nerven: Die Rhein-Neckar Löwen haben am Donnerstagabend das Bundesliga-Spiel beim Bergischen HC mit 27:26 (13:11) gewonnen. Trainer Sebastian Hinze feierte so eine schöne Rückkehr.

Was für ein Krimi, gerade am Ende. 26:25 führten die Rhein-Neckar Löwen, Benjamin Helander vergab dann völlig frei. Halil Jaganjac kassierte eine Zwei-Minuten-Strafe, nach dem Ausgleich durch Linus Arnesson warf Niclas Kirkelökke Sekunden vor Schluss den Siegtreffer. 27:26 – das macht 12:0 Punkte. Stark!

„Aus dem Spiel müssen wir lernen. Am Ende war es ein glücklicher Sieg. Wir haben gerade in der ersten Halbzeit die Konsequenz vermissen lassen“, meinte Coach Sebastian Hinze nach der Partie gegen seinen früheren Klub. Sein Team ist Spitzenreiter.

Die Badener Löwen sind der Angstgegner der Bergischen Löwen. Von den bis gestern 18 Bundesliga-Spielen gewannen sie 16 Spiele, verloren einmal und trennten sich einmal unentschieden. Die Bilanz bleibt aus Sicht des BHC bescheiden.

Ein Blitzstart

Die Gäste erwischten einen Blitzstart, führten 3:0 und hätten sogar 4:0 und 5:0 in Führung gehen können. Auf einen war schon in der Anfangsphase Verlass: Torhüter Peter Johannesson zeigte etliche exzellente Paraden und sorgte dafür, dass seine Mannschaft nach und nach ins Spiel kam. Allein Jannik Kohlbacher scheiterte früh viermal an dem schwedischen Keeper. Bei 6:6 und 7:7 hatte der Bergische HC den zweimaligen Meister eingefangen, aber weil die Löwen-Abwehr sehr gut arbeitete, gab es immer wieder die Chance für die berühmt-berüchtigten Gegenstöße der Löwen.

Die Badener brachten sich selbst in die Bredouille. Sie ließen viele Chancen aus, Juri Knorr vergab fünf Minuten vor dem Abpfiff einen Siebenmeter, beim Bergischen HC lief Lukas Stutzke zu großer Form auf. Aber die Gastgeber schafften es einfach nicht, in Führung zu gehen. „Das tut weh, es hat nicht gereicht“, kommentierte der überragende Peter Johannesson, der bei einem Wurf von Uwe Gensheimer am Kopf getroffen wurde.

Ein hartes Stück Arbeit

„Ich habe nicht gehofft, dass es so eng werden würde. Ich finde, wir haben zu viele freie Chancen liegen lassen. Nach dem Sieg gegen Flensburg war das ein wichtiges Spiel, um im Flow zu bleiben“, sagte Matchwinner Niclas Kirkelökke. Das war ein hartes Stück Arbeit!

Ein Schrecksekunde gab es kurz vor der Halbzeit: Olle Forsell Schefvert, der Neuzugang aus Wetzlar, der so toll eingeschlagen hat, düpierte die Abwehr, sprang ab zum Wurf, traf dabei aber den Fuß von Lukas Stutzke und verletzte sich. Schefvert konnte aber nach zehn Minuten in der zweiten Halbzeit wieder mitmachen.

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