FCK FCK-Saisonauftakt mit Fans im Stadion

Ansage der FCK-Profis nach dem letzten Spiel der vergangenen Saison. Zum Start der neuen Spielzeit dürfen nun knapp 5000 Anhänge
Ansage der FCK-Profis nach dem letzten Spiel der vergangenen Saison. Zum Start der neuen Spielzeit dürfen nun knapp 5000 Anhänger im Fritz-Walter-Stadion dabei sein.

Drittligist 1. FC Kaiserslautern kann zum Saisonstart am Freitag (17.45 Uhr) gegen Zweitliga-Absteiger Dynamo Dresden auf die Unterstützung seiner Fans bauen. Ordnungsbehörde und Klub haben sich am Dienstag darauf verständigt, dass knapp 5000 Zuschauer beim ersten Spiel ins Stadion dürfen. Die Vergabe der Tickets erfolgt nach einem speziellen System.

Am Dienstag gab es ein Abstimmungsgespräch im Kaiserslauterer Rathaus, nachdem Ministerpräsidentin Malu Dreyer am vergangenen Freitag bei der Vorstellung der 11. Corona-Bekämpfungsverordnung des Landes angekündigt hatte, dass Fußballspiele wieder vor Fans ausgetragen werden dürfen. Zehn Prozent der Stadionkapazität können die Vereine besetzen.

Die Ordnungsbehörde der Stadt Kaiserslautern hat dem FCK mitgeteilt, dass ab dem Heimspiel gegen die SG Dynamo Dresden eine maximale Anzahl von 4985 Zuschauern im Fritz-Walter-Stadion zugelassen ist. „Wir freuen uns sehr über die positive Rückmeldung“, sagte Jörg Wassmann, der Bereichsleiter Stadionbetrieb, Spielbetrieb und Sicherheit. Wie die Stadt mitteilt, orientiere sich das Hygienekonzept des Klubs an der neuesten Corona-Verordnung.

Jede zweite Reihe wird genutzt

Die Einhaltung des Mindestabstands solle dadurch erfolgen, dass nur jede zweite Reihe genutzt werde und es einen Platz Abstand zwischen den Sitzgruppen gebe. Maskenpflicht gelte bis zum Einnehmen des Platzes, zudem gebe es die Verpflichtung, die Hände beim Einlass sowie der Benutzung der Sanitäranlagen zu desinfizieren. Zu- und Abgänge sollen getrennt über einzelne Tribünen und Blöcke erfolgen. Geöffnet werden Teile der Süd-, Nord- und Osttribüne.

Sowohl Oberbürgermeister Klaus Weichel als auch FCK-Geschäftsführer Soeren Oliver Voigt betonten hier eine konstruktive Zusammenarbeit. „Nach dieser Präsentation können wir guten Gewissens unser Okay für Fußballspiele im Fritz-Walter-Stadion mit Zuschauerbeteiligung geben“, sagte Weichel. Er hoffe auf ein verantwortungsvolles Verhalten „jedes einzelnen Zuschauers – zum Wohle des FCK und unserer Stadt“.

Tickets nur für Dauerkarteninhaber

Wie der FCK informiert, sind die Tickets ausschließlich für Dauerkarteninhaber der Saison 2019/20 vorbehalten. Diese haben die Möglichkeit, über einem Online-Bewerbungsformular eine verbindliche Kartenanfrage für das Heimspiel gegen Dynamo Dresden zu stellen. Jedes weitere Heimspiel werde wenige Tage vor der Begegnung gemäß aktueller Pandemiestufe neu bewertet und die Bewerbungs- und Verkaufsphase entsprechend angepasst.

Das Konzept sieht personalisierte Tickets und feste Sitzplätze vor, die in zweier- oder vierer Gruppen vergeben werden dürfen – Gästefans sind bis Ende des Jahres nicht zugelassen. Die Ticket-Vergabe inklusive Kontaktdatenerfassung soll ausschließlich online erfolgen. Beim Einlass soll es eine Ausweiskontrolle geben.

„Faire Verteilung nicht zu hundert Prozent möglich“

„Sollte die Anfrage nach Tickets die verfügbare Kapazität überschreiten, werden die Tickets zugeteilt“, informiert der Klub – und fügt an: „Dem FCK ist bewusst, dass eine faire Kartenverteilung unter diesen Bedingungen nicht zu hundert Prozent möglich ist, versucht aber die Vergabe im Rahmen seiner Möglichkeiten so fair wie möglich zu gestalten.“ Der Vergabeprozess beim ersten Heimspiel werde genau beobachtet, bei Bedarf optimiert und nach Zustimmung der Behörden je nach Pandemielage gegebenenfalls modifiziert.

Was die Vergabe von zwei oder vier Tickets betrifft, erläutert der Klub: „Dadurch möchte der FCK vermeiden, dass durch einen Einzelkartenverkauf die vorgegebenen Mindestabstände größer werden und dadurch insgesamt weniger Tickets verkauft werden können.“ Der Klub würde es begrüßen, wenn die im Zuteilungsverfahren ausgewählten Dauerkarteninhaber bei der Vergabe ihrer zusätzlichen Tickets ebenfalls andere Dauerkarteninhaber berücksichtigen. Die Zuteilung der Tribünen und Blöcke erfolge durch den FCK.

Schommers: „Unterstützung ein großer Vorteil“

„Wir haben selbstverständlich Verständnis dafür, dass die Genehmigung für die sukzessive Zulassung von Zuschauern immer unter Berücksichtigung der rechtlichen Vorgaben erfolgen muss“, sagte Wassmann.

Boris Schommers, der Trainer der Roten Teufel, hatte mit Blick auf die vergangenen Geisterspiele immer wieder betont, dass die Fans fehlen: „Weil wir normalerweise eine tolle Unterstützung haben.“ Vor einer Woche sagte er noch: „Ich würde es grundsätzlich begrüßen, wenn die Fans wieder ins Stadion dürfen. Es wäre ein großer Vorteil, die tolle Unterstützung zu haben.“ Knapp 5000 können nun zum Saisonstart gegen den Zweitliga-Absteiger dabei sein.