Sport RHEINPFALZ Plus Artikel Adler haben an Fasnacht nichts zu lachen

Seine beiden Tore reichten den Adlern nicht: David Wolf (rechts).
Seine beiden Tore reichten den Adlern nicht: David Wolf (rechts).

Das waren zwei Berliner mit Senf statt mit Marmelade, in die die Adler Mannheim am Fasnachtswochende der Deutschen Eishockey-Liga bissen. Dem albernen 2:6 am Freitag gegen die Düsseldorfer EG folgte am Sonntagabend ein nicht minder unnötiges 2:4 (1:1, 1:3, 0:0) bei den Augsburger Panthern. Jetzt ist nach der vierten Niederlage in Serie Straubing auf Rang zwei bereits vier Punkte entfernt.

Wenn ein Spiel schon so beginnt. Zunächst mussten die Adler den Ausfall des angeschlagenen Topverteidigers Joonas Lehtivuori verkraften, und dann sahen sie sich nach nur 131 Spielsekunden schon fünf Minuten lang in Unterzahl: Phil Hungerecker hatte Henry Haase bei einem späten Check am Kopf erwischt – Spieldauerstrafe für den Mannheimer Stürmer. Die Gastgeber fackelten im Powerplay nicht lange: Daniel Schmölz vollstreckte geschickt zum 1:0.

Positiv, dass die Adler danach den langen „Rest“ ihrer Unterzahl auch dank Torwart Dennis Endras gut überstanden und ihrerseits zum Gegenangriff übergingen. „Wir nehmen jede Spielsituation wie sie kommt“, versicherte Stürmer Nico Krämmer, dass der ungünstige Start sein Team nicht aus dem Konzept gebracht habe. Dicke Chance: Konter über Desjardins, David Wolf scheitert an Panther-Torwart Roy – ein klasse Save. Den verbuchte auch Endras für sich gegen McNeil – und im Gegenzug gelang David Wolf dann doch der Ausgleich (16.). Andrew Desjardins bezahlte die unfreiwillige Vorarbeit mit etwas Blut, er hatte den Puck ins Gesicht bekommen.

Adler erwischt’s wieder in Unterzahl

„Schlauer spielen“, diese Devise hatte Marcel Goc vor der Partie ausgegeben. Die 2+2-Strafe, die Tommi Huhtala im Mitteldrittel auch wegen Reklamierens zog hatte er sicher nicht darunter verstanden. Prompt klingelte es in Unterzahl im Tor: Drew Leblanc gelang das 2:1 (26.). Matthew Fraser ließ das 3:1 folgen, Endras rutschte die Scheibe durch die Beine. Hoffnung machte der erste Überzahltreffer der Adler: Erneut traf Wolf, zuvor hatte Borna Rendulic clever den Pass Järvinens auf den besser postierten Torschützen zugelassen (38.).

Dumm nur, dass dann in erneuter Überzahl ein Konter Augsburg 4:2 in Führung brachte. So konnten die Panther im Schlussabschnitt die Schotten dicht machen. Nach einer Frustaktion kassierte David Wolf noch eine Disziplinarstrafe.

So spielten sie

Augsburger Panther: Roy - Rogl, Lamb; Haase, McNeill; Valentine, Sezemsky; Tölzer - Hafenrichter, Leblanc, Kosmachuck; Trevelyan, Stieler, Payerl; Holzmann, Mayenschein, Sternheimer; Schmölz, Gill, Fraser

Adler Mannheim: Endras - Katic, Reul; Krupp, Lampl; Akdag, Billins; Möser - Huhtala, Smith, Stützle; Hungerecker, Järvinen, Rendulic; Plachta, Desjardins, Wolf; Klos, Goc, Krämmer

Tore: 1:0 Schmölz (LeBlanc) 3:01, 1:1 Wolf (Desjardins) 15:40, 2:1 LeBlanc (Lamb) 25:28, 3:1 Fraser (Sezemsky) 30:12, 3:2 Wolf (Järvinen) 37:19, 4:2 McNeil (LeBlanc) 19.45 - Strafminuten: 10 - 17 + 10 Wolf + Spieldauer Hungerecker - Beste Spieler: Roy, Lamb, LeBlanc - Lampl, Wolf - Zuschauer: 6012 - Schiedsrichter: Rantala (Finnland)/Rohatsch (Lindau).

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