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Donnerstag, 10. Januar 2019 Drucken

FCK

FCK in Geldnot: Fans packen an

Fussball: Auch viele Firmen wollen Lauterern helfen

Von Oliver Sperk

(Foto: dpa)

Der 1. FC Kaiserslautern braucht Geld. Das ist nicht neu. Aber: Der Druck auf den Traditionsklub, genauer: auf die 2018 gegründete Kapitalgesellschaft, die den Profifußball bis einschließlich der U17 bündelt, und den eingetragenen Verein mit seinen 18.000 Mitgliedern, dieser Druck wächst und wächst. Mehr noch als die von Führung und Fans nicht wirklich geliebte Zweite Liga ist die Dritte Liga ein gigantischer Verlustbringer für den FCK. Der ist zurzeit trostloser Elfter in Liga drei. Um mit einer halbwegs konkurrenzfähigen Mannschaft in dieser Klasse antreten zu können, kalkuliert das Bundesliga-Gründungsmitglied mit einem operativen Verlust von gut fünf Millionen Euro pro Saison.

Hinzukommen in der nächsten Spielzeit 2019/20 die 6,7 Millionen Euro, die der FCK am 1. August den Gläubigern der „Betze-Anleihe“ zurückzahlen muss. Macht rund zwölf Millionen Euro. Die Roten Teufel müssen dem DFB idealerweise bis 1. März, spätestens Ende Mai nachweisen, dass sie die zwölf Millionen Euro aufbringen können. Daran arbeitet die FCK-Führung mit Hochdruck. Sie ist optimistisch, das Finanzierungspuzzle rechtzeitig zu lösen. Vor allem auf Pump.

Nicht wenige Fans wollen auf die Rückzahlung der "Betze-Anleihe" verzichten

Unabhängig davon zermartern sich viele Fans das Hirn, reden sich die Köpfe heiß mit dem Ziel, ihrem dauerklammen Herzensklub irgendwie zu helfen. Und sie tun es auf diverse Weisen. Nicht wenige wissen jetzt schon, dass sie sich das Geld aus der „Betze-Anleihe“ im August eben nicht zurückzahlen lassen werden. Sie lassen ihre Wertpapier-Urkunden eingerahmt zu Hause an der Wohnzimmer-Wand hängen. Mit im Bilderrahmen stecken oft auch noch alle Zinsscheine, die viele nicht eingelöst und damit auf satte fünf Prozent pro Jahr verzichtet haben. Dem FCK aber hilft der Verzicht für die Lizenz 2019/20 nicht: Er muss trotzdem zunächst nachweisen, dass er theoretisch die vollen 6,7 Millionen Euro zurückzahlen könnte.

Sponsoren aus der Region gewinnen – Stichwort: jeden Bäcker in der Pfalz besuchen –, das haben sich der einstige Vorstand Thomas Gries und Ex-Aufsichtsratschef Nikolai Riesenkampff auf die Fahnen geschrieben. Beide sind längst FCK-Geschichte. Extrem aktiv für „ihren“ Klub indes ist die Zukunftsinitiative. Das ehrenamtliche Team von Fans um FCK-Legende Hans-Peter Briegel, Unternehmensberater und FCK-Aufsichtsrat Paul Wüst und andere pfälzische Entscheider wie Michael Englert (ITK) akquiriert seit 2017 fleißig Sponsoren.

Unternehmensabende sollen neue Sponsoren bringen

Am Donnerstag beginnen in Waldsee (ausgebucht!) die „Unternehmerabende“ der Initiative, die weitere Werbepartner (aktuell ab 1100 Euro netto aufwärts) bringen sollen. Sie werden dem FCK und seinem Vermarkter Lagardère zugeführt (fck-partner.de).

Auf der folgenden RHEINPFALZ-Seite findet Ihr alle Informationen zum 1. FC Kaiserslautern.

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