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Mittwoch, 19. Juni 2019 Drucken

FCK

FCK demonstriert Einigkeit

Von Horst Konzok

Mann des Ausgleichs: Wilfried de Buhr.

Mann des Ausgleichs: Wilfried de Buhr. ( Foto: VIEW)

Die FCK-Jahreshauptversammlung soll vorgezogen werden. Juristisch geprüft werden muss, ob ein Termin vor dem 15. Oktober satzungsgemäß ist. Der Verzicht auf eine außerordentliche Mitgliederversammlung spart viel Geld.

Es gibt 2019 keine außerordentliche Mitgliederversammlung beim 1. FC Kaiserslautern. Stattdessen wird die Jahreshauptversammlung (JHV), die wie fast immer im Dezember stattfinden sollte, möglichst auf September vorgezogen. Diese Entscheidung traf der Vereinsrat des FCK am Montagabend einstimmig. Ehrenrat und Aufsichtsrat waren nicht in die Abstimmung eingebunden. Die Geschäftsführer der FCK Kapitalgesellschaft, Martin Bader und Michael Klatt, waren nicht zur Sitzung eingeladen. Juristisch überprüft werden muss nun, ob eine JHV vor dem 15. Oktober satzungsgemäß ist.

80.000 Euro sparen

„Mit einer vorgezogenen JHV sparen wir den Aufwand für zwei Sitzungen“, spielte Wilfried de Buhr, der Vorstandsvorsitzende des 1. FC Kaiserslautern e.V., auf die Kosten von rund 80.000 Euro für eine Versammlung an. Es gab Bestrebungen im Ehren- und Vereinsrat für eine außerordentliche JHV, um die Vorgänge rund um den Zuschlag für den luxemburgischen Ankerinvestor Flavio Becca zu ergründen. Im Zuge dessen sah sich Michael Littig zum Rücktritt aus dem Kontrollgremium gedrängt. Kritiker sprachen von Erpressung und einem Satzungsbruch. „Satzung geht vor Existenz“, lautete ein Satz aus der Ecke derer, die eine Insolvenz und einen Neustart in der Regionalliga als Alternative zu Becca sahen.

„Es war eine Sitzung, die Einigkeit demonstrierte. Es war sehr sachlich, frei von Emotionen“, bilanzierte de Buhr am Dienstag den Montagabend. Der Aufsichtsrat mit Patrick Banf an der Spitze habe die Wege der Entscheidungssuche beim Investorenvotum pro Becca offengelegt. „Man hat die Hintergründe erfahren. Das war sehr konstruktiv“, urteilte de Buhr, der in einem RHEINPFALZ-Interview am letzten Freitag deutlich gemacht hatte, dass der kaufmännische Geschäftsführer Klatt in der entscheidenden Sitzung sehr deutlich und überzeugend sein Ja zu dem Luxemburger Investor dargelegt habe.

„Wir hatten damals die Wahl zwischen Becca und Insolvenz“, sagte Banf am Dienstag beim Blick zurück auf den Tag. „Ich kenne keinen, der sich damals gut fühlte. Wir alle sind auf der letzten Rille gelaufen“, betonte Banf in Erinnerung an den Wettlauf um die Drittliga-Lizenz.

Auf der folgenden RHEINPFALZ-Seite findet Ihr alle Informationen zum 1. FC Kaiserslautern.

Mitgliederforum gegründet

Neu ins Leben gerufen wurde am Montagabend ein FCK-Mitgliederforum, das Ende August erstmals tagen soll. Dort sollen alle Gremien des FCK – auch die Geschäftsführer der Kapitalgesellschaft – für Fragen zur Verfügung stehen und Informationen aus erster Hand liefern.

Satzungsänderung wird diskutiert

„Der Satzungsausschuss wird umgehend aktiviert“, berichtete de Buhr über ein weiteres Ergebnis der Sitzung. Beraten werden soll unter anderem der Vorschlag, dass der Vorstand des e.V. , der nach de Buhrs Vorstellungen künftig dreiköpfig besetzt sein wird, von der Mitgliederversammlung gewählt wird und einen Sitz im Aufsichtsrat erhält. Nach der geltenden Sitzung wird der Vorstand vom Aufsichtsrat berufen – und kann auch abberufen werden, wie im Fall Rainer Keßler am 22. Dezember 2018 geschehen. Über ein etwaiges Votum des Satzungsausschusses entscheidet die Mitgliederversammlung.

Wer trainiert die U21?

Morgen ist Trainingsstart der U21 des FCK, die in der Oberliga spielt. Wer die Mannschaft künftig trainiert, war Dienstag noch unklar. „Wir sind in Gesprächen“, sagt Martin Bader mit Hinweis auf die Neuausrichtung des Nachwuchsleistungszentrums (NLZ). U21-Trainer Hans Werner Moser („Der FCK ist mein Verein“) ist als Talentschmied bewährt. Sein Vertrag endet am 30. Juni.

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