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Montag, 07. Januar 2019 Drucken

FCK

Chef-Frage beim FCK noch offen

Von Oliver Sperk

Bittet morgen zum ersten öffentlichen Training auf dem „Betze“: FCK-Coach Sascha Hildmann.

Bittet morgen zum ersten öffentlichen Training auf dem „Betze“: FCK-Coach Sascha Hildmann. (Foto: Kunz)

2018 war hart und sehr bitter. Aber auch 2019 wird wieder ein arbeitsreiches Jahr für den Dauerpatienten 1. FC Kaiserslautern. Der neue Vorstand des Vereins soll bis Ende Januar feststehen. Die Mannschaft des Fußball-Drittligisten absolviert am Dienstag ab 10 Uhr auf Platz vier am Fritz-Walter-Stadion ihr erstes öffentliches Training im neuen Jahr.

Schwerpunkte der Arbeit von Trainer Sascha Hildmann in den knapp drei Wochen Vorbereitung sind Technik und Taktik. „Ich bin mit sehr viel Freude bei der Sache“, betont der 46-Jährige trotz der kniffligen Gesamtsituation des FCK. Die Rückrunde der Dritten Liga geht für die Roten Teufel am Samstag, 26. Januar (14 Uhr), mit dem Heimspiel gegen Hildmanns Ex-Verein SGS Großaspach weiter. Ob dann Neuzugänge – etwa für den bislang so abschlussschwachen Angriff – an Bord sind, ist offen. Zunächst soll in den ersten zwei Wochen der Vorbereitung jeder aus dem aktuellen Kader die Chance bekommen, sich für die restlichen 18 Punktspiele anzubieten. Vor allem im Trainingslager im spanischen Alhaurín el Grande. Dort sind für 14. Januar gegen MOL Vidi FC/Ungarn und für 17. Januar gegen Shanghai Shenhua zwei Tests geplant.

Verein will Aufstieg noch nicht abhaken

Offiziell abhaken will der FCK das zu Saisonbeginn ausgegebene Ziel direkter Wiederaufstieg nicht. Realistisch ist es aber für die Lauterer nicht, den Sprung zurück in die Zweite Liga 2019 zu schaffen. Als Tabellenelfter nach 20 von 38 Spieltagen haben die Roten Teufel mit 25 Punkten zwölf Zähler Rückstand auf Uerdingen und Relegationsplatz drei. Auf Spitzenreiter Osnabrück beträgt der Abstand 16 Punkte, da ist Großaspach auf dem ersten Abstiegsplatz deutlich näher – vier Zähler beträgt der Vorsprung der Lauterer auf die Gefahrenzone.

Auf der folgenden RHEINPFALZ-Seite findet Ihr alle Informationen zum 1. FC Kaiserslautern.

So bleiben die Planungen für die Zweitliga-Lizenz wohl reine Theorie. Die Herkulesaufgabe, vom DFB die Spielgenehmigung für ein weiteres Drittliga-Jahr zu bekommen, fordert die Führung der FCK-Kapitalgesellschaft umso mehr. Ein Krisenplan, die für die Spielzeit 2019/20 noch erforderlichen zwölf Millionen Euro aufzubringen, steht.

Drei Finanzierungs-Varianten

Die Geschäftsführung Michael Klatt und Martin Bader sowie Aufsichtsratvorsitzender Patrick Banf favorisieren die Finanzierung mit Eigenkapital durch den Verkauf von Aktien – der ist seit einigen Wochen bei Paketen von 100.000 Euro und mehr möglich –, regionale Firmen sollen möglichst bis Ende Februar investieren. So der Wunsch der FCK-Bosse. Dafür gibt es bis dahin zehn Prozent Nachlass auf die außerbörslich zu erwerbenden FCK-Aktien. „Eigenkapital macht uns unabhängiger“, betont Banf. Weil aber keineswegs davon auszugehen ist, dass die Finanzlücke bis zur Einreichung des Lizenzantrags im März oder allerspätestens bis zur Nachlizenzierung im Mai durch Aktienverkäufe zu schließen ist, sind „in dieser Reihenfolge Variante B und C“ geplant; womöglich auch eine Mischung der Varianten, sagt Banf.

Variante B sieht eine möglichst kurzfristige Überbrückung der Engpässe durch die Aufnahme weiterer (teurer) Bankkredite vor. Ein Bankenkonsortium soll helfen. „Wir wollen drei bis vier Banken haben, um nicht zu abhängig von einem Geldgeber zu sein“, sagt Banf. Die Kredite sollen dann so bald wie möglich abgelöst werden, wenn genügend Aktienkäufer gefunden sind. Variante C ist das Auflegen einer neuen Fan-Anleihe, durch die zumindest Teile der alten, am 1. August fälligen 6,7 Millionen Euro schweren Betze-Anleihe abgelöst werden sollen. Auch hier soll die Laufzeit möglichst kurz sein.

Neben den Finanzen ist die Bestellung zweier neuer Klubvorstände Thema der Aufsichtsratssitzung am Mittwoch. „Bis Ende Januar“ soll der ehrenamtliche Vorstand des eingetragenen Vereins stehen, betont Banf. Rainer Keßler ist vor Weihnachten wegen Dissonanzen abberufen worden, Michael Littig zurückgetreten.

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