BASF-Betriebsstörung RHEINPFALZ Plus Artikel Ursachenforschung für Austritt der Rauchwolke

Weithin sichtbar war die auffällige orangene bis braune Rauchsäule, die am Abend des 28. Juni über dem Werksteil Nord der BASF i
Weithin sichtbar war die auffällige orangene bis braune Rauchsäule, die am Abend des 28. Juni über dem Werksteil Nord der BASF in Ludwigshafen aufgestiegen war.

Noch läuft die Suche nach der Ursache der Betriebsstörung in der BASF vom Montag letzter Woche. Wie berichtet, waren dabei nitrose Gase, also Stickoxide, ausgetreten, die beim Einatmen giftig sind. Vergleichbare Betriebsstörungen habe es, so ein BASF-Sprecher auf Anfrage, nicht gegeben.

Viele Menschen in der Region hatten am Abend des 28. Juni beobachtet, wie eine orangene bis braune Rauchsäule über dem Werksteil Nord aufstieg und nach Osten abtrieb. Die betroffene Anlage ist nach wie vor nicht in Betrieb, teilte am Montag die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Süd in Neustadt auf Anfrage mit. Eine Gesamtbewertung der Betriebsstörung sei erst nach Abschluss der Untersuchungen möglich.

BASF: Anlage wird hochgefahren, sobald die Ursache der Betriebsstörung behoben ist

Die Ursachenforschung laufe in enger Abstimmung mit den zuständigen Behörden, fügte ein BASF-Sprecher hinzu. Sobald die Ursache behoben und die behördliche Abstimmung zum Weiterbetrieb erfolgt ist, werde die Anlage wieder angefahren. In der Zwischenzeit sei die Versorgung für den Unternehmensverbund auch über Vorräte gesichert.

2017 kam es bereits zu einem Austritt nitroser Gase

Hat sich in den vergangenen Jahren eine vergleichbare Betriebsstörung ereignet? – Generell könne es beim An- und Abfahren von großen Anlagen – etwa nach Revisionen – zum Austritt von nitrosen Gasen kommen, so die BASF weiter. Bei diesen geplanten Prozessen informiere die BASF die Öffentlichkeit vorab. Ein Beispiel sei zuletzt das Wiederanfahren der Gasturbine im Kraftwerk Süd im Januar gewesen. Vergleichbare Betriebsstörungen habe es bisher nicht gegeben. Zu einem Austritt nitroser Gase mit kurzzeitig sichtbaren Emissionen in geringerem Ausmaß sei es zuletzt 2017 in einem anderen Teil der Anlage gekommen. Damals sei die Ursache behoben worden.

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Zur Frage, welche Mengen an nitrosen Gasen frei wurden, teilte das Unternehmen mit: „Die Untersuchungen in Abstimmung mit der SGD Süd (Neustadt) laufen noch.“ Bei der Emission von Gasen in einer Höhe von etwa 70 Metern habe Luftzirkulation zu deren schneller Verdünnung geführt. Erhöhte Messwerte seien nicht festgestellt worden.

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