Pfalz RHEINPFALZ Plus Artikel Nosferatu-Spinnen statten nun wieder Hausbesuche ab

Schau mir in meine acht Augen: In einer Sonderausstellung präsentiert das Urweltmuseum Geoskop auf der Burg Lichtenberg (Kreis K
Schau mir in meine acht Augen: In einer Sonderausstellung präsentiert das Urweltmuseum Geoskop auf der Burg Lichtenberg (Kreis Kusel) unter anderem auch dieses lebende Exemplar der Nosferatu-Spinne.

Über 300-mal haben RHEINPFALZ-Leser Katharina Schneeberg schon über eine Begegnung mit der Nosferatu-Spinne berichtet. Nun bittet die Zoologin am Pfalzmuseum für Naturkunde in Bad Dürkheim erneut um Hinweise. Denn gerade in diesen kühlen Herbsttagen statten die Tiere gerne Hausbesuche ab.

Die Spinne, die wegen ihrer Rückenzeichnung nach dem Vampir aus Transsylvanien benannt ist, stammt aus dem Mittelmeerraum. Inzwischen taucht die Art, die übrigens nicht nur acht Beine sondern auch acht Augen besitzt, immer öfter hierzulande auf. Schwerpunkte in der Pfalz sind nach den bisherigen Leser-Meldungen zu schließen die Städte Ludwigshafen, Speyer und Landau sowie deren Umland, berichtet Schneeberg. Während die wärmeliebenden Achtbeiner in Frühjahr und Sommer in Gärten, auf Terrassen oder auch in Schuppen zu beobachten sind, dürfte es sie nun wegen der kühleren Temperaturen in die Innenräume ziehen.

Wo überwintert die wärmeliebende Art?

Mit ihrem Aufruf will die Zoologin die bisherige Datensammlung weiter ausbauen. Das Ziel: Einen Überblick über die Verbreitung der Art in der Pfalz im Verlauf eines Jahres zu gewinnen. Dabei ist es von besonderem Interesse, wo diese Spinnen in der Pfalz überwintern. Übrigens: Bisher ist in Sachen Nosferatu die Westpfalz noch ein weitgehend unbeschriebenes Blatt. – Kann das wirklich sein? Ganz besonders freut sich Schneeberg über jene 20 bis 30 Unterstützer, die sich seit April regelmäßig mit immer neuen Beobachtungen bei ihr melden. Bei mindestens einem Nosferatu-Melder ist sich die Zoologin sicher, dass es sich dabei nicht um das immer gleiche Exemplar der Spinne handelt. Darauf deuten die unterschiedlichen Merkmale der Tiere hin, die auf den übermittelten Fotos zu erkennen sind.

Zoologin bittet erneut um Hinweise

Wer also dazu beitragen möchte, dass mehr über die Nosferatu-Spinne in der Pfalz bekannt wird, mailt seine Begegnungen an k.schneeberg@pfalzmuseum.bv-pfalz.de. Dabei sollten auch Ort, Datum und Uhrzeit der Sichtung mitgeliefert werden. Die Zoologin bittet darum, jeweils ein Foto mitzuschicken, um Verwechslungen mit anderen Arten ausschließen zu können. Sie wird jede Mail beantworten, bittet aber um etwas Geduld.

Beim Blick auf ihren Rücken wird klar, woher die Nosferatu-Spinne ihren Namen hat.
Beim Blick auf ihren Rücken wird klar, woher die Nosferatu-Spinne ihren Namen hat.
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