Zweibrücken RHEINPFALZ Plus Artikel Die Gewobau baut wieder Sozialwohnungen

Dieses Grundstück in der Zeilbäumerstraße will die Gewobau vom Bund kaufen.
Dieses Grundstück in der Zeilbäumerstraße will die Gewobau vom Bund kaufen.

Die Gewobau kehrt zu ihren Wurzeln zurück und will nach fast 30 Jahren wieder neue Sozialwohnungen bauen. Dafür wird sie ein größeres Grundstück an der Zeilbäumerstraße vom Bund kaufen. Der Stadtrat soll in der Sitzung am Mittwoch den Weg ebnen.

Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima), die der Gewobau schon die Canada-Siedlung verkauft hat, trennt sich nun von weiteren, entbehrlichen Grundstücken und hat der Stadt unterhalb der Gewobau-Wohnblocks an der Zeilbäumerstraße eine größere Freifläche angeboten – Verkehrswert 353 000 Euro –, deren Preis sich noch um 200 000 Euro verringert, wenn dort beispielsweise acht Sozialwohnungen gebaut werden und die Sozialbindung für mindestens zehn Jahre gültig ist. Der Kaufpreis reduziert sich somit auf knapp 130 000 Euro. Die Stadt will die Zugriffsoption des Bundes jetzt an die Gewobau abtreten.

„Letztmals haben wir 1994 Sozialwohnungen errichtet“, erklärt Gewobau-Geschäftsführer Jörg Eschmann, „damals in der Friedrich-Ebert-Straße in Bubenhausen“. Es sei ja die ureigenste Aufgabe der Gesellschaft, den Bürgern sozialen Wohnraum zur Verfügung zu stellen. „Der Anteil älterer Menschen, die auf günstigen Wohnraum angewiesen sind, wird größer“, meint Eschmann, der darauf verweist, dass von den rund 2700 Wohnungen der Gewobau in Zweibrücken lediglich 160 barrierefrei und mit Aufzug zu erreichen sind.

In dem Quartier an der Zeilbäumerstraße besitzt die Gewobau elf Geschosswohnungsbauten mit jeweils sechs Wohnungen und einen Block mit neun Wohnungen. Neben der Erweiterung des Abenteuerspielplatzes beabsichtigt die Gewobau nun, in den nächsten drei Jahren ein Mehrfamilienhaus mit mindestens acht altersgerechten Sozialwohnungen zu errichten. „Es kann auch sein, dass es zwölf moderne Wohneinheiten werden“, so Eschmann. Er schätzt, dass die Gewobau – abhängig vom Haustyp – bis zu 2,5 Millionen Euro investieren wird. Die Kaltmiete für die Sozialwohnungen beträgt zwischen 4,90 und 5,15 Euro. Die Gewobau kann auch – je nach Mietbindung – einen Tilgungszuschuss von der Investitions- und Struktur-Bank (ISB) erhalten. Je nach Mietbindung (15 bis 25 Jahre) sind dies zwischen fünf und 15 Prozent.

„Unsere Geschäftspolitik hat sich etwas geändert“, sagt Eschmann. „Wir kehren zurück zu unseren Wurzeln und bauen auch wieder Sozialwohnungen.“ Die Gewobau prüfe auch ihren Wohnungsbestand, wo es sich lohnt zu investieren und wo es sich nicht mehr rentiert und man besser abreißt.

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