Handball
Damen des SV 64 Zweibrücken empfangen Tabellendritten Bodenheim
„Ich wurde selbst darauf aufmerksam gemacht“, bekennt SV-Trainer Rüdiger Lydorf, dass er fest von der angestammten Spielstätte Ignaz-Roth-Halle ausgegangen war. Ursprünglich sollten im Anschluss die Herren des SV 64 II, ungeschlagener Tabellenführer der Saarlandliga, gegen Niederwürzbach spielen, aber das Spiel wurde verlegt. Es gibt also keinen Handball-Doppelpack vor Weihnachten.
Egal, in welcher Halle gespielt wird, „wir möchten uns einfach mit einer guten Leistung verabschieden“, sagt Lydorf. Unabhängig vom Ergebnis. Man wolle als Team mit einem guten Gefühl in die kurze Weihnachtspause gehen. Die personell stark gebeutelten SV-Frauen mussten sich zuletzt zweimal in Serie geschlagen geben. Personell bleibt die Lage schwierig, „aber wir versuchen einfach, aus der Situation das Beste zu machen“, sagt Lydorf und hofft, dass die jungen Spielerinnen, die jetzt viel Verantwortung übernehmen müssen, locker bleiben.
SV-Team muss im Gesamtpaket gut verteidigen
Mit dem TV Bodenheim kommt ein Team aus der Liga-Spitzengruppe. Abwehrstark sind die Bodenheimerinnen, „da müssen wir konzentriert sein im Abschluss“, sagt Lydorf. Zuletzt haperte es da ein wenig. Die Zweibrückerinnen spielten sich zwar Chancen heraus, konnten die aber nur bedingt nutzen. Entscheidend werde sein, „dass wir im Gesamtpaket gut verteidigen“, sagt Lydorf. Gelingt das, könnte die Partie gegen den Tabellendritten offen gestaltet werden, meint er optimistisch. Zu verlieren habe sein Team nichts. Mit der Favoritenrolle reisen die Gäste an, die als einziges Team bisher Tabellenführer TSV Kandel schlagen konnten.
Das Team aus der rheinhessischen Weinbaugemeinde unweit von Mainz hat seinen Dreh- und Angelpunkt in Jona und Emily Reese, den Töchtern von Trainer Markus Reese. Der hat angekündigt, sein Amt zum Saisonende abzugeben. Vor allem Jona Reese im Rückraum habe „einen guten Wurf, ein gutes Auge, ihre Kreise müssen wir ganz sicher einengen“, sagt Lydorf, der das Team oft auf Video gesehen hat. Denn der TVB hat gegen viele Gegner gespielt, gegen die kurz darauf der SV 64 ran musste.