Speyer
Verbandsgemeinderat Römerberg-Dudenhofen denkt über Klimamanager-Stelle nach
Um seiner kommunalen Vorbildfunktion im Bereich der Reduktion von CO2-Emissionen gerecht werden zu können, will der Verbandsgemeinderat Römerberg-Dudenhofen nach der Verabschiedung des Klimaaktionsplans und dem Vorliegen eines Klimaschutzteilkonzeptes „erste konkrete Schritte“ gehen.
Eingebracht hatte den Antrag bei der Ratssitzung am Montagabend im Bürgerhaus Dudenhofen die Fraktion der Grünen. An Möglichkeiten nannte deren Sprecher Jürgen Schall die Umstellung von Beleuchtung auf LED-Technik und die Optimierung von Heizungssystemen. Generell solle die Verwaltung zügig Unterlagen sichten und dem Ratsgremium Vorschläge unterbreiten. Vorab warnte Verbandsbürgermeister Manfred Scharfenberger (CDU) schon mal vor übertriebenen Erwartungen. Die große Mehrzahl der öffentlichen Gebäude betrieben die Ortsgemeinden.
Beigeordneter Reinhard Burck (Grüne) hatte von Verwaltungs-Mitarbeitern die Auskunft bekommen: „Eine LED-Beleuchtung im Rathaus Dudenhofen wäre mit einem geringen finanziellen Aufwand zu machen.“ Jürgen Creutzmann (FDP) will den Abwasserbereich mit ins Boot holen. Blieb Franz Zirker (CDU) die Aufforderung: „Zügig drangehen.“
Klimamanager: Ein zweiter, einstimmig beschlossener Prüfantrag der Grünen: Die Verwaltung wird beauftragt, bis zur nächsten Sitzung Details wie Zuschuss-Möglichkeiten zusammenzutragen, sodass der Rat eine Entscheidung zur möglichen Stelle eines Klimamanagers der Verbandsgemeinde fällen kann. Schall ist überzeugt: „Sollen Klimaziele ernsthaft umgesetzt werden, braucht es einen Kümmerer.“
Burck war vorbereitet: Eine Drei-jahresfrist zur Beantragung eines Zuschusses laufe Ende Dezember aus. Vorgesehen ist demnach die Übernahme von 65 Prozent der Personalkosten eines Klimamanagers – auf zwei Jahre befristet. Creutzmann schloss die Notwendigkeit einer Anstellung nicht von vornherein aus. Sein Vorschlag „im Zweifelsfall“: Der Beigeordnete Justus Rabe könnte das übernehmen. Andreas Heck (CDU) möchte vor einer Entscheidung – ja/nein, ganz/halbe Stelle – Zahlen auf dem Tisch liegen haben. Die versprach Scharfenberger rechtzeitig vor Fristende.
Amtsblatt: Ab 1. Dezember erscheint das Amtsblatt der Verbandsgemeinde im Farbdruck. Zudem übernimmt die Gemeinde einen Teil der Lohnkosten für die Austräger. Macht zusammen pro Jahr 29.000 Euro. Scharfenberger begründete die Umstellung auch mit der Forderung potenzieller Anzeigenkunden nach Farbe.
Sonstiges: Um 5060 Euro wurde die jährliche Aufwandsentschädigung für die ehrenamtlichen Feuerwehrleute erhöht. Gegen die Stimmen der CDU installierte der Rat einen Digitalisierungsausschuss. Als Nachrückerin für Burck wurde Simone Hoffner (Grüne, Römerberg) als Ratsmitglied verpflichtet.