Speyer
19.068 Dienststunden: Feuerwehr bilanziert Sonderwachdienst
„Jeder hat absolut Außergewöhnliches geleistet“, ziehen Stadtfeuerwehrinspekteur Michael Hopp und Stabsstellenleiter Peter Eymann auf Anfrage Bilanz. Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler (SPD) stimmt in das Lob ein. Die jeweiligen Einheiten waren in den sechs Wochen 81 Mal bei Bränden, Unfällen, Tierrettungen und zum Schutz der Umwelt im Einsatz, wie die Stadtverwaltung mitteilt. Zudem seien sie Corona-bedingt mit Transporten von Hygieneartikeln, Schutzausrüstungen sowie Lebensmitteln befasst gewesen. 24 Ehrenamtliche und 39 Hauptamtliche kamen demnach auf in der Summe 19.068 Dienststunden.
Darin inbegriffen ist die Sonderbesetzung der autark geführten Einsatzzentrale. „Die Feuerwehr Speyer stellte in dieser Ausnahmesituation den gesetzlich vorgeschriebenen Grundschutz im Brandschutz, der allgemeinen Hilfe und im Katastrophenschutz vollumfänglich sicher“, stellen Hopp und Eymann fest.
Am 23. März geht alles los
Der Sonderwachdienst startete am 23. März um 7 Uhr und lief am 4. Mai aus. Dies habe mit der Entscheidung der Stadtspitze zu tun, schrittweise wieder zum Regelbetrieb der Verwaltung zurückzukehren. Seitdem seien wieder die hauptamtlichen Wachabteilungen im regulären Dienst und würden unter anderem bei Notfällen von ehrenamtlichen Wehrleuten unterstützt.
Mit Einschränkungen aus Gründen des Infektionsschutzes müsse aber auch die Speyerer Feuerwehr weiterhin leben. So fänden nach wie vor keine Übungsdienste und keine Besuche der Ehrenamtler in der Feuerwache statt: „Diese Situation belastet inzwischen sehr.“ Positiv sei, dass es bis dato keine Corona-Fälle in der mehr als 100 Aktive zählenden Wehr gegeben habe – und dass die Familienmitglieder großes Verständnis für deren Isolation in der Feuerwache gezeigt hätten.