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Montag, 29. April 2019 Drucken

Speyer

Kleine Gruppe mit vielen Unterstützern

Parteien vor der Wahl (5): FDP will im neuen Stadtrat zwei Sitze erringen – Missgeschick bei Listenaufstellung soll sie nicht bremsen

Von Patrick Seiler

Mehr Bäume für Speyer: Die FDP will auch als Klimaschutz-Partei wahrgenommen werden.

Mehr Bäume für Speyer: Die FDP will auch als Klimaschutz-Partei wahrgenommen werden. ( Archivfoto: Lenz)

Nur einen Sitz statt zuvor lange zwei hat die FDP im aktuellen Stadtrat. Wenn das Gremium am 26. Mai neu gewählt ist, sollen es mindestens zwei sein. Dann hätten die Liberalen Fraktionsstatus und mehr Rechte. Mit einer „Bürgerliste“ ziehen sie in den Wahlkampf. Ein Missgeschick bei der Listenaufstellung soll sie nicht bremsen.

„Wir sind eine kleine Gruppe“, betont der Speyerer FDP-Vorsitzende Thorsten Frank. Das solle aber nicht die Schlagkraft in der kommunalpolitischen Arbeit und im Wahlkampf mindern, der für die FDP wichtig ist, um im Rat wie erhofft wieder Fraktionsstärke zu erlangen. Neben dem heutigen Stadtrat Mike Oehlmann läuft sich vor allem Kauffrau Bianca Hofmann für ein Mandat warm. In einem Punkt habe es sich negativ ausgewirkt, dass das kleine Ehrenamtler-Team vieles alleine stemmen muss, gesteht Frank ein: Stolz hatte er bei der Nominierung sogar mehr Bewerber als benötigt für die 44er-Ratsliste präsentiert und einige Ersatzleute wählen lassen können – und dann ist da ein Lapsus im Protokoll passiert. Irrtümlicherweise wurde vermerkt, es seien Doppelbenennungen der ersten Kandidaten beschlossen worden. Die Folge: Nur 34 verschiedene Namen dürfen auf dem Stimmzettel stehen. „Ärgerlich“, findet Frank. Die weiteren Personen würden jetzt als „Unterstützer“ aufgeführt in der Wahlkampfbroschüre, die die Partei in der gesamten Stadt verteilt.

Mit „Bürgerliste“ ist gemeint, dass das Parteibuch keine Voraussetzung ist und sich auch 20 Parteilose für eine Kandidatur bereiterklärt haben. „Eine gute Mischung“, betonen die Beteiligten. Von den ursprünglich 44 sind elf Frauen. Drei Bewerber sind unter 30 Jahre alt; altersmäßig reicht die Spanne vom 20-jährigen Marius Weiler auf Platz drei bis zu Hans-Peter Cussler (80).

Auf 7000 Euro, die auch dank privater Sponsoren möglich geworden seien, beziffert Frank den Etat für den Wahlkampf. An Landesprominenz der FDP war schon Staatssekretärin Daniela Schmitt zu Gast in Speyer beim Wahlkampfauftakt namens „Liberaler Frühling“, Minister Volker Wissing war für einen „Verkehrspolitischen Spaziergang“ angefragt. Auf den Platz am Altpörtel sowie den Wochenmarkt in Speyer-West konzentrieren sich die Ortstermine der Kandidaten. Bei den Plakaten am Straßenrand wird auf Kandidatenköpfe gesetzt. Dazu komme eine Kampagne in sozialen Medien, bei denen Köpfe mit Themen verknüpft würden. „Speyer bewegen – Zukunft neu denken – Chancen nutzen“ ist das Motto des laut FDP „sehr breit gefächerten“ Programms.

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