Hochdorf-Assenheim
Diamantene Hochzeit: Ursula und Alois Ehmann feiern
Oggersheim war die Heimat von Ursula Ehmann (geborene Scheidel), die dort mit einer Schwester aufwuchs. Alois Ehmann stammt aus Hochdorf und hatte zwei Brüder und eine Schwester. In Oggersheim lernten sich die Eheleute auch kennen, als Alois Ehmann 1960 an einem Samstag von einem Kollegen nicht nur zum Besuch eines Fußballspiels, sondern am Abend auch zum Besuch einer Fasnachtsveranstaltung animiert wurde. Für den kommenden Rosenmontag verabredeten sich die jungen Leute. Alois Ehmann kam zu spät, da sich die Verbindungen von Hochdorf nach Oggersheim mit öffentlichen Verkehrsmitteln schwieriger gestalteten als geplant.
1961 erfolgte die Verlobung. Alois Ehmann, der Betriebsschlosser gelernte hatte, leistete zu dieser Zeit seinen Wehrdienst bei der Bundeswehr ab und musste sogar noch ein Vierteljahr länger bleiben, da die Bundeswehr wegen des Mauerbaus in Berlin im August 1961 in Bereitschaft versetzt worden war.
Mit dem VW nach Oberstdorf
1963 bekamen die Verlobten eine Wohnung in der Hochdorfer Hauptstraße, woraufhin im Februar geheiratet wurde. „Es hat geschneit, und es war kalt“, erinnert sich Ursula Ehmann. „Das war ein Winter, in dem sogar der Rhein zufror“, ergänzt ihr Gatte. Nach der Feier in einer gegenüber ihrem Elternhaus gelegenen Gaststätte ging die Hochzeitsreise dann auch bei Eis und Schnee mit dem VW nach Oberstdorf, wo die beiden erstmals Ski fuhren. Ein Hobby, das sie ab 1970 über 30 Jahre lang jeden Winter in Kirchberg bei Kitzbühel pflegten.
Nach der Bundeswehrzeit bildete sich Alois Ehmann zum Betriebsanalytiker fort und war in dieser Position bis 1999 bei der BASF tätig. Ursula Ehmann hatte Industriekauffrau gelernt und war nach der Lehre ebenfalls zur BASF gegangen. Nach der Eheschließung war sie in Assenheim bei der Baustoffhandlung Mayer und Ruppert tätig, bevor sie nach der Geburt des Sohnes Frank 1968 ihre Berufstätigkeit beendete.
Sportlich aktiv
1964 zog das Ehepaar in ein eigenes Haus im Schafbrückenweg. „Wir haben noch möglichst viel selbst gemacht und uns im Dorf auch gegenseitig geholfen“, erzählt Alois Ehmann von der Bauphase. Der 83-Jährige war viele Jahre lang aktiver und erfolgreicher Handballer beim TV Hochdorf. Außerdem betätigte er sich auch als Trainer im Verein. „Alles war dem Sport untergeordnet“, erzählt die heute 80 Jahre alte Ursula Ehmann. „Aber so oft es ging, sind wir Spielerfrauen nicht nur zu den Heimspielen, sondern auch mit zu den Auswärtsspielen gegangen.“
Funktioniert hat dies vor allem, da auch Ursula Ehmann sportbegeistert ist. So hat sie in Hochdorf Gymnastik gemacht und ist heute noch im Reha-Sport aktiv. Alois Ehmann beendete Mitte der 1980er-Jahre sein Engagement für den Handball und wechselte zum Tennis. Mit Rad- und Wandertouren hält sich das Ehepaar noch heute fit.