Pirmasens
Fußball: Landesligaderby im Nebel – 1:1 zwischen Hermersberg und Hauenstein
Schlechte Sicht herrschte am Sonntag beim Landesliga-Kreisderby zwischen dem SV Hermersberg und dem SC Hauenstein, das leistungsgerecht 1:1 endete. Vor 250 Zuschauern vergab SCH-Spielertrainer Niklas Kupper erst einen Elfer, dann eine weitere Top-Chance. Hermersbergs Patrik Bold sah zehn Minuten vor dem Ende die Rote Karte.
HERMERSBERG. „Das heute nehme ich auf meine Kappe. Eine von zwei Großchancen muss ich machen“, sagte Gästecoach Kupper, der ansonsten mit der Leistung seines Teams hochzufrieden war. Bereits nach zweieinhalb Minuten hatte Hermersbergs Marius Dausmann Kupper im eigenen Strafraum zu Fall gebracht. Kupper führte selbst aus, scheiterte aber an dem als „Elfmetertöter“ bekannten Reiner Schwartz im Hermersberger Tor. Sechs Minuten vor Spielende tauchte Kupper nach Traumpass des eingewechselten Justin Veith allein vor dem Hermersberger Tor auf – und scheiterte erneut an Schwartz. „Ich wollte vorbeigehen. Doch er ist stehengeblieben. Dann habe ich geschossen und er hat pariert. Er ist halt ein Fuchs“, zollte Kupper Hermersbergs Torwart Respekt.
Maschs schönes Freistoßtor
Die Einheimischen, die in der ersten Hälfte kaum ins Spiel fanden, hatten ihre beste Phase von der 60. bis zur 80. Minute. Da drängte Hermersberg die vorher abwehrstarken, nun aber wankenden Hauensteiner in die eigene Hälfte zurück. 20 Minuten vor dem Ende gelang Hermersbergs Kapitän Pascal Masch der nicht unverdiente Ausgleich. Er zirkelte einen Freistoß ins rechte Toreck.
Seibel hinten, Weishaar im Mittelfeld
Hauenstein hatte Christof Seibel in die Innenverteidigung beordert. Er spielte stark und schaltete Hermersbergs Torjäger Florian Weber völlig aus. Der Ex-Hermersberger Philipp Weishaar war dafür im Mittelfeld der Dreh- und Angelpunkt des Hauensteiner Spiels. Pech dagegen hatte der junge Kevin Schönborn. Der lange verletzte Hauensteiner stand erstmals wieder in der Startelf. Doch bereits nach 21 Minuten musste Schönbörn wegen starker Kreislaufbeschwerden vom Rasen gehen und wurde ins Krankenhaus gebracht.
„Blöde Rote Karte“
Hermersberg, in der zweiten Halbzeit vom starken Kapitän Masch angetrieben, verdiente sich das Unentschieden aufgrund der starken zweiten Hälfte. Kurz vor Spielende landete bei dichtem Nebel eine verunglückte Flanke des eingewechselten Jens Kolb am Pfosten des Hauensteiner Tores. Auf der Gegenseite hatte Christian Ochs Pech mit einem Lattentreffer (66.). „In der ersten Hälfte war das zu wenig. Die zweite Hälfte war okay. Unterm Strich war das Unentschieden verdient. Naiv war, dass wir uns eine blöde Rote Karte eingefangenhaben, als wir gerade am Drücker waren“, sagte Hermersbergs Trainer Jens Mayer. Was war passiert? Hermersbergs Patrik Bold trat nach einem Zweikampf dem eingewechselten Justin Veith auf den Oberschenkel. Der Schiedsrichter stand direkt daneben und zückte sofort Rot.
Das Hauensteiner Tor (32.) besorgte Kevin Rose nach einer Ecke von Kai Schacker. Bei Hermersberg sorgte in der ersten Hälfte nur der Freistoß von Timm Dudek für Gefahr (25.).
SO SPIELTEN SIE
SV Hermersberg: Schwartz - Bold, Dausmann, Deho, Metzger - Masch, Freiler (75. Kolb) - Sodji, Dudek, Mendel - Weber (58. Gries)
SC Hauenstein: Jung - Brauner, Seibel, Ochs, Micek (85. Dauenhauer) - Weishaar, Schönborn (21. Kästner) - Scherer (70. Veith), Kupper, Rose - Schacker
Tore: 0:1 Rose (33.), 1:1 Masch (70.) - Gelbe Karten: Sodji, Weber - Scherer, Weishaar – Rote Karte: Bold (80.) - Beste Spieler: Dudek, Mendel, Schwartz - Brauner, Ochs, Weishaar - Zuschauer: 250 - Schiedsrichter: Michel (FSV Mainz 05) .