FUSSBALL RHEINPFALZ Plus Artikel Der Weg des Dennis Chessa vom Linksverteidiger zum Torjäger des FK Pirmasens

Der FKP-„Zehner“ mit der Nummer 21: Dennis Chessa, hier mit dem Hoffenheimer Emilian Lässig.
Der FKP-»Zehner« mit der Nummer 21: Dennis Chessa, hier mit dem Hoffenheimer Emilian Lässig.

Linksverteidiger war Dennis Chessa in Uerdingen bei seiner letzten Station im Profifußball. In der Regionalliga beim FKP gibt er nun den torgefährlichen Zehner. Für den 28-jährigen Wahl-Pirmasenser aus Bayern ist das keine überraschende Verwandlung. Am Sonntag geht’s auf der Husterhöhe gegen Titelanwärter SC Freiburg II.

Drei Treffer und drei Assists in acht Regionalligaspielen – Dennis Chessa ist aktuell der eindeutig torgefährlichste Spieler des FK Pirmasens. „Dennis befindet sich in einer sehr guten Verfassung, erzielt wichtige Tore und spielt clever“, lobt FKP-Trainer Patrick Fischer seinen Mann im zentralen offensiven Mittelfeld, der am Mittwoch beim 2:0-Sieg in Koblenz erst einen Elfmeter herausholte, dann das zweite Tor selbst köpfte. Es war bereits der zweite Kopfballtreffer des „nur“ 1,79 Meter großen Ex-Juniorennationalspielers in dieser Saison. „Ich versuche, mich in den Situationen ein bisschen durchzuschlängeln – im direkten Kopfballduell mit den langen Innenverteidigern hätte ich wenig Chancen“, erzählt seit Montag 28 Jahre alte Günzburger, der eine Pirmasenserin heiratete und nun mit Frau und zweijährigem Kind in der Horebstadt lebt.

Bei den Bayern vorne gespielt

Dass er so gut den Offensivpart ausfüllt, obwohl er bei seinen vorausgegangenen Profi-Engagements beim KFC Uerdingen, beim VfR Aalen und beim SV Ried in der österreichischen Bundesliga meist als Linksverteidiger eingesetzt wurde, verwundert ihn nicht im Geringsten. „Bei Bayern München habe ich in der Jugend und im ersten Jahr in der zweiten Mannschaft im zentralen Mittelfeld oder links vorne gespielt“, sagt Chessa, „in den folgenden Jahren hat es sich dann nach hinten verlagert“. Den Zehner zu geben, mache ihm „riesigen Spaß“.

Freiburg hat Top-Torjäger

Im FKP-Team fühle er sich ungemein wohl. „Die Harmonie ist groß, da steht jeder für jeden ein“, schwärmt Chessa vom Mannschaftsgeist. Und dieser sei auch nötig, um gegen fußballerisch bessere Mannschaften wie den Gegner am Sonntag (Anstoß: 14 Uhr) im Framas-Stadion, den SC Freiburg II, bestehen zu können. Die von den beiden ehemaligen Erst- und Zweitligaprofis Johannes Flum und Felix Roth geführte Reserve des südbadischen Bundesligisten steht – bei einem Spiel weniger – auf Rang zwei und hat gerade beim nun nur noch zwei Punkte besseren Tabellenführer TSV Steinbach mit 4:2 gewonnen. Freiburgs 21-jähriges Sturmtalent Marvin Pieringer erzielte schon zwölf Tore – drei mehr als das gesamte Pirmasenser Team zusammen. „Die Freiburger spielen unheimlich variabel, spritzig und agil“, weiß FKP-Coach Fischer, dass es sehr schwer wird, den zweiten Heimsieg in dieser Saison einzufahren.

Das ist auch Chessa bewusst, doch er verweist auf die überraschenden FKP-Siege in Elversberg und Homburg. Gegen diese beiden Spitzenteams traf er jeweils für Pirmasens.

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