Unternehmen Kurzarbeit am BASF-Standort Lampertheim

Blick auf den BASF-Standort Lampertheim: Dort arbeiten aktuell rund 500 Beschäftigte für den Ludwigshafener Chemiekonzern.
Blick auf den BASF-Standort Lampertheim: Dort arbeiten aktuell rund 500 Beschäftigte für den Ludwigshafener Chemiekonzern.

An seinem Standort Lampertheim nördlich von Mannheim mit rund 500 Mitarbeitern plant der Chemiekonzern BASF Kurzarbeit.

Eine entsprechende Betriebsvereinbarung sei mit der Arbeitnehmervertretung abgeschlossen worden, bestätigte gestern eine Sprecherin des Chemiekonzerns. Zuerst hatte der Sender Radio Regenbogen berichtet. Betroffen ist demnach der gesamte Standort. Die Arbeitsplätze dort blieben alle erhalten, sagte die Sprecherin. Im Ludwigshafener Stammwerk mit seinen rund 34.200 Beschäftigten werde dagegen derzeit keine Kurzarbeit geplant, das sei aber auch nicht auszuschließen.

Kurzarbeit am BASF-Standort Lampertheim hat es nach Angaben des Konzerns seit vielen Jahren nicht gegeben, auch nicht während Corona. Im Ludwigshafener Stammwerk wurde zuletzt pandemiebedingt von April 2020 bis Juni 2021 teilweise kurz gearbeitet. Davon waren in der Spitze aber nur wenige Hundert Mitarbeiter betroffen.

Als Ursache für die Maßnahme in Lampertheim wird ein starker Rückgang der Nachfrage genannt. Deshalb werde das 100-prozentige Tochterunternehmen BASF Lampertheim GmbH die Produktion im Laufe des dritten und vierten Quartals deutlich zurückfahren müssen. In Lampertheim produziert der Konzern Additive und Spezialchemikalien wie etwa Lichtschutzmittel für Lacke und Kunststoffe oder Flammschutzmittel unter anderem für Kabelisolationen. Wann die Kurzarbeit beginne und wie sie ausgestaltet werde, konnte die Sprecherin nicht sagen. Das werde gerade ausgearbeitet. Die Dauer der Maßnahme sei aber zunächst zeitlich nicht begrenzt.

Die BASF verlor wegen eines weltweiten Nachfragerückgangs im ersten Halbjahr im Vergleich zu einer starken Vorjahreszeit fast ein Fünftel ihres Umsatzes und erlöste noch 37,3 Milliarden Euro. Das Betriebsergebnis vor Sondereinflüssen brach um 43 Prozent ein auf 2,9 Milliarden Euro. Der Chemiekonzern musste seinen Ausblick für das Gesamtjahr 2023 deutlich zurückstecken.

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