Wasserball
SC Neustadt ist Meister der Zweiten Liga, der Trainer trotzdem unzufrieden
Sein Team habe mit einem teils lustlosen Auftritt bestätigt, dass es eine gute Entscheidung des SCN gewesen sei, auf ein Aufstiegsturnier zur Bundesliga zu verzichten. Preuß: „Es gab zu wenig Einsatz, zu wenig Bewegung im Angriff. Es haben Dampf und Power gefehlt. Es war Standwasserball mit einem farblosen Angriff.“
Der SCN reiste nur mit elf statt 13 möglichen Spielern an. Ohne Torjäger Timo van der Bosch hätte es vielleicht sogar eine Niederlage bei den Franken geben können: Er traf sechsmal. Viel Engagement zeigte auch Kapitän Matthias Held als Centerverteidiger. „Unsere Abwehr war gut“, bestätigte Preuß. Doch Held meinte, dass die Schiedsrichter zu viel hätten durchgehen lassen. Besonders er selbst habe viele Stürmerfouls einstecken müssen. Kurz vor Schluss platzte ihm der Kragen. Er beschwerte sich laut bei den Schiedsrichtern. Und kassierte eine Rote Karte wegen Meckerns eine Minute vor Spielende.
SCN fünfmal in Unterzahl
Tatsächlich griffen die Unparteiischen nur selten ein. Preuß: „Es hätte viel mehr Zeitstrafen und Fünfmeter geben müssen. Es hat sich summiert, was alles nicht gepfiffen wurde.“ Nürnberg kassierte nur fünf Hinausstellungen und einen Strafwurf. Der SCN musste ebenfalls fünfmal für 20 Sekunden in Unterzahl spielen und erhielt zwei Fünfmeter gegen sich.
Final Four in Nürnberg
Preuß plant für den Juni weiterhin Training. Am 1. Juli gibt es ein Wiedersehen mit den Franken in Nürnberg: Im Final Four um den süddeutschen Wasserball-Pokal geht es zunächst gegen Nürnberg um den Einzug ins Finale. Preuß: „Wir wollen den Pokal und einen vernünftigen Saisonabschluss. Auch wenn die Luft jetzt ein bisschen raus ist.“ Erst nach dem Pokal wird auch gefeiert. Dann sollen auch die Spieler verabschiedet werden, die aufhören wollen. Preuß: „Der eine oder andere überlegt es sich sogar, doch noch weiterzumachen.“