Maikammer
Kalmit: Zufahrt gesperrt, Hütte geschlossen
Sonne und Schnee – die Kombination lockt regelmäßig viele Besucher zur Kalmit, dem höchsten Punkt an der Haardt. Vor drei Jahren hat das wiederholt zu chaotischen Verhältnissen rund um die Zufahrt geführt. Auch im vergangenen Jahr musste die Polizei irgendwann die Reißleine ziehen und die Stichstraße von der Kalmithöhenstraße zum oberen Parkplatz sperren.
In diesem Jahr ist sie schon jetzt gesperrt, und zwar auf Grund der vereisten Fahrbahn, wie Verbandsbürgermeisterin Gabriele Flach (CDU) erklärte. Damit steht auch der Parkplatz unterhalb der Kalmit nicht zur Verfügung. „Die Gefahr, dass Autos stecken bleiben und die Rettungsfahrzeuge nicht mehr durchkommen, ist zu groß“, sagt Flach.
Sie weist darauf hin, dass es in der Umgebung noch drei weitere Parkplätze direkt an der Kalmithöhenstraße gebe: den Breitenbach-Parkplatz (an der Auffahrt aus Richtung Maikammer), den Parkplatz Hahnenschritt und den Parkplatz Hüttenhohl. Entlang der Kalmithöhenstraße dürfe nicht geparkt werden. Auch auf dieser Straße, einer Landesstraße, sei Vorsicht geboten, unterstreicht Flach. „Der Boden ist tief gefroren, und das wird auch übers Wochenende so bleiben.“ Mehr Streuung sei aus Umweltgründen nicht möglich.
Laut dem Landesbetrieb Mobilität (LBM) Speyer, der für die Straße verantwortlich ist, wird dort standardmäßig zwischen 6 und 22 Uhr je nach Bedarf gestreut und gegebenenfalls geräumt. Darüber hinaus gehende Maßnahmen seien nicht geplant. Polizei und Ordnungsamt sind am Wochenende im Einsatz. „Wir sind bei Bedarf unter 110 zu erreichen“, sagt Michael Baron, Leiter der Polizeiinspektion Edenkoben.
Das Kalmithaus, eine vom Ortsverein Ludwigshafen-Mannheim des Pfälzerwald-Vereins betriebene Hütte, ist derzeit geschlossen. Auf der Homepage der Hütte wird angekündigt, dass erst ab Mittwoch, 24. Januar, wieder geöffnet ist.
Doch ist ein Ausflug in den winterlichen Wald derzeit überhaupt empfehlenswert? Julius Paffrath, Forstrevierleiter aus Haßloch, rät vom Wandern ab. Zwar könne er die Lage noch nicht klar beschreiben, da er selbst den Wald meide. Doch durch die Last des Schnees könnten Äste herabbrechen, selbst bei Windstille, sagt er. Ob es Schäden gebe und wenn ja, wie groß diese seien, könne er erst sagen, wenn es getaut hat.