FUSSBALL
Riesige Erleichterung
Beim 4:2 (2:2) in der Partie bei der SG 2000 Mülheim-Kärlich wurden die Pfälzer einerseits ihrem Ruf als starke Auswärtsmannschaft gerecht. Noch wichtiger war jedoch die Tatsache, dass im sechsten Anlauf endlich der erste „Dreier“ in der Abstiegsrunde gelang. „Den Sieg haben wir gebraucht, die Erleichterung ist groß“, gab Kapitän Nico Pantano zu.
Da der Hybridrasenplatz in Mülheim-Kärlich auf seine Erneuerung wartet, wurde auf Kunstrasen gekickt. Was den Gästen durchaus entgegenkam. „Wir sind eine Mannschaft, die Fußball spielen will und kann“, bekräftigte Arminia-Trainer Andreas Brill, dem es für die heimische Zuschauerschaft leid tut, dass der eigene Platz dies kaum ermöglicht: „Auf Kunstrasen wie heute tun wir uns leichter.“ Die vorherigen fünf Partien ohne Sieg hatten den Vorsprung des Tabellenführers der Abstiegsrunde schmelzen lassen, doch dieser Trend ist nun gestoppt. Auch wenn die schon abgeschlagenen Platzherren ihre klein gewordene Chance beherzt ergriffen.
„Gerade in der Phase nach dem Ausgleich war wichtig, dass wir nicht verkrampfen“, erklärte Pantano, der als lautstarker Kommandogeber seine Mitspieler immer wieder anfeuerte. „In den vergangenen Wochen haben immer einige Prozentpunkte gefehlt“, fügte Pantano hinzu, dem selbst der 1:0-Führungstreffer mit einem platzierten Flachschuss ins lange Eck (9.) gelungen war, ehe es bei der neuerlichen Führung ganz schnell ging: Bastian Hommrich traf nach Verlagerung von der linken auf die rechte Seite zum 1:2 (37.), ehe Pantano noch die Treffer von Matteo Monetta (64.) und erneut Hommrich (79.) vorbereitete.
Mit lediglich 13 Feldspielern war die Arminia zum Abstiegskandidaten Mülheim-Kärlich angereist – auch das Anlass genug, um möglichst eng zusammenzurücken. Bei den Gegentoren sei man laut Brill, „unnötigerweise in Konter gelaufen“, was aber in beiden Fällen schnell korrigiert werden konnte. Am Ende waren die Gäste sogar in Überzahl, so dass nicht mehr gebangt werden musste.
Um von den Plätzen eins bis vier nicht mehr verdrängt werden zu können, müssen mindestens noch zwei Siege her. Je nach den Ergebnissen der Konkurrenz könnte allerdings mit einem erneuten Auswärtserfolg am kommenden Samstag in Ahrweiler schon eine Vorentscheidung in Sachen Klassenerhalt fallen.