Handball
HLZ Friesenheim-Hochdorf engagiert einen Fachmann für den Nachwuchs
Beim HLZ setzt man nicht nur auf personelle Kontinuität, sondern will gleichzeitig das Profil in der Entwicklung der Talente schärfen. Deshalb wird ab dem 1. Juli Daniel Meyer als hauptamtlicher Leistungssportkoordinator an der Seite der beiden Jugendkoordinatoren fungieren. Der 40-jährige gebürtige Südpfälzer aus Kandel besitzt die A-Lizenz und ist zertifizierter Nachwuchstrainer-Leistungssport. Dazu bringt er große Erfahrung aus seiner Zeit bei den Junglöwen mit, mit deren männlicher B-Jugend er 2016 das Halbfinale der Deutschen Meisterschaft erreichte und 2017 sowie 2018 Deutscher Vizemeister wurde. Nach der Zeit bei den Rhein-Neckar Löwen übernahm Meyer 2019 die Aufgabe des Jugendkoordinators in der TVG-Junioren-Akademie und war gleichzeitig Co-Trainer des Zweitligisten TV Großwallstadt.
Jetzt ist er wieder zurück. Aus familiären Gründen zog es Meyer Ende 2021 wieder in die Südpfalz. „Mit dieser Verpflichtung unterstreichen wir, dass eine kontinuierliche, hochwertige Ausbildung und Talentförderung in Rheinland-Pfalz unser vorrangiges Ziel ist“, sagt HLZ-Vorstand Martin Fabian. Nach einer kurzen Auszeit vom Handball soll Meyer seine Fachkompetenz beim HLZ einbringen. Der 40-Jährige soll als Trainer der männlichen A-Jugend fungieren, dazu die konzeptionelle Ausbildung von der C- bis zur A-Jugend verantworten. „Wir wollen die Qualität auch bei den Trainern erhöhen“, betont Meyer.
Von der HSG Dudenhofen-Schifferstadt kommen Jonas Suchalla als Co-Trainer der A-Jugend und Trainer der männlichen C-Jugend sowie Anna Isselhard als Ausbilderin im Kinderhandball. Malte Metz bleibt als Trainer der männlichen B-Jugend erhalten. Welche Mannschaften die beiden angestellten Jugendkoordinatoren Steffen Christmann und Nik Dreyer übernehmen, ist noch offen. Keinesfalls wird Meyer parallel als Trainer der Männermannschaft, die derzeit in der Dritten Liga am Ball ist, einsteigen. Das schlossen HLZ-Vorstand Stefan Deffert und Meyer selbst aus. „Es wird sicher Schnittmengen geben und wir werden uns austauschen. Ich kenne Cheftrainer Gabriel Schmiedt sehr lange, habe sein Sohn drei Jahre trainiert, deshalb ziehen wir an einem Strang“, verdeutlicht Meyer.
Interessantes Projekt
Der Slowake hat ein großes Herz für den Nachwuchs und war lange A-Jugendtrainer bei der TSG Friesenheim. „Das Ziel unserer Nachwuchsarbeit ist die Ausbildung von Spielern, um den Einstieg in den professionellen Handball zu unterstützen. Die enge Verzahnung mit den Eulen Ludwigshafen ist von entscheidender Bedeutung“, erläutert Deffert. Mit in der Verantwortung stehen die Jugendkoordinatoren Steffen Christmann und Dreyer. „Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit Steffen und Nik und dem übrigen Trainerteam. Die Qualität wird besser, wenn mehrere Personen mitarbeiten“, sagt Meyer.
Er sieht das HLZ als interessantes Projekt, das die Durchgängigkeit von der C-Jugend bis zur A-Jugend, aber auch in den Aktiven-Bereich, über die Pfalzliga bis zur Dritten und Zweiten Liga gewährleisten kann. „Solch eine Möglichkeit hat kaum ein anderer Verein im Bundesland. Das ist eine Chance, die wir nutzen wollen“, so Meyer. Er und Deffert wollen die Ziele nicht an einer Liga-Zugehörigkeit festmachen: „Wenn unsere Drittliga-Mannschaft absteigen sollte, wäre das kein Beinbruch. Wichtig ist, dass wir die Intensität des Trainings beibehielten, um ein Jahr später wieder drittklassig zu sein.“ Zudem will Meyer die Qualifikation für die A-Jugend-Bundesliga anpacken. „Entscheidend ist, dass sich die Jungs entwickeln. Wenn uns das gelingt, dann wird sich die Ligazugehörigkeit ergeben.“ Damit werde deutlich, dass die Talentförderung im Vergleich zum Drittligateam eine höhere Priorität genieße.
Der Impuls für den Meyer sorgen soll, hat Auswirkungen auf den künftigen Drittliga- oder Oberliga-Kader. Auch deshalb, weil der Vorstand des HLZ in Abstimmung mit der Spielbetriebs-GmbH seine Kräfte auf die Entwicklung beim Nachwuchs konzentrieren möchte. Nach RHEINPFALZ-Informationen steht das Drittligateam vor einem großen personellen Umbruch. Es soll wohl bis zu zehn Abgänge geben. Die konkreten Pläne wollen Geschäftsführer Christian Deller und der sportliche Leiter Martin Buschsieper in Kürze vorstellen.