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Freitag, 18. Januar 2019 Drucken

Landau

„Universität der Pfalz“ als Chance für die Zukunft

FDP will Einbeziehung von Germersheim in eine mögliche Fusion von Hochschulen – CDU für Stärkung des Standorts Landau

Werden die Universitäten Landau und Germersheim Teil einer Universität der Pfalz? Das wird gerade ausführlich diskutiert.

Werden die Universitäten Landau und Germersheim Teil einer Universität der Pfalz? Das wird gerade ausführlich diskutiert. ( ArchivFoto: van)

Vor einer möglichen Fusion des Standorts Landau der Universität Koblenz-Landau mit der Technischen Universität (TU) Kaiserslautern seien viele Fragen zu klären, so die Landtagsabgeordnete Christine Schneider (CDU). Der Bundestagsabgeordnete Mario Brandenburg (FDP) und der FDP-Kreisverband Germersheim fordern, den Uni-Standort Germersheim einzubeziehen.

„Auch wenn die Idee einer gemeinsamen Universität in der Pfalz erst mal gut klingt, müssen die Rahmenbedingungen stimmen“, so Schneider. Der Standort Landau müsse aus einer Strukturänderung gestärkt hervorgehen. Dazu sei es unter anderem erforderlich, die personelle und räumliche Ausstattung der Landauer Universität zu verbessern.

Schneider kündigt an, dass sie das Thema im Fachausschuss des Landtags ansprechen will und dass die CDU-Landtagsfraktion eine Anfrage an die Landesregierung zum Konzept der Fusion und zur Sicherung des Standorts Landau stellen werde. Die Stadt müsse in eine Neustrukturierung einbezogen werden, fordert Schneider.

Eine „Mischung“ der technologischen Expertise der TU Kaiserslautern mit den bildungswissenschaftlichen Kompetenzen der Uni Landau und dem sprachlich-kulturellen Wissensschatz des in Germersheim ansässigen Fachbereichs Translations-, Sprach- und Kulturwissenschaft der Uni Mainz wäre eine „historische Chance für die Pfalz“, meint Brandenburg. Es gelte, „diese Gelegenheit beim Schopf zu packen“.

Im Bereich der Hochschulbildung verfüge die Pfalz „über alle Zutaten, um international gefragte Spitzenküche zuzubereiten, wir servieren aber lieber Butterbrot“, so Brandenburger. Es müsse eine Lehr- und Forschungseinrichtung geschaffen werden, die „auf der Höhe der Zeit“ sei und Antworten auf „globale Megatrends wie künstliche Intelligenz und personalisiertes Lernen liefert“, so der technologiepolitische Sprecher seiner Fraktion.

Eine Fusion der drei pfälzischen Universitätsstandorte fordert der Vorsitzende des FDP-Kreisverbands Germersheim, Christian Völker. Eine Zusammenführung zur „Universität der Pfalz“ biete die Chance zur Schaffung einer „attraktiven und zukunftsfähigen Hochschullandschaft, mit enormem Innovationspotenzial für die gesamte Region“, meint Völker. |rhp/ann

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