Kreis Südwestpfalz
Schuck und Bold vertreten den Verbandsbürgermeister
Heino Schuck und Markus Bold sind die neuen Stellvertreter von Verbandsbürgermeister Thomas Peifer. Der Verbandsgemeinderat Thaleischweiler-Wallhalben wählte sie am Donnerstagabend. Sie bekommen eigene Aufgabengebiete: Feuerwehr und Bauen. Das kostet die Verbandsgemeinde mehr Geld als bisher.
Thaleischweiler-Fröschen/Wallhalben. Das Wahlergebnis für die beiden spiegelt das Kräfteverhältnis im Verbandsgemeinderat wider. Der Rat hat 32 Sitze, davon hält die CDU zwölf, SPD und FWG jeweils neun und die FDP zwei. Zwei Mitglieder von CDU und SPD fehlten bei der Wahl. Heino Schuck aus Rieschweiler-Mühlbach (SPD) bekam 19 Ja-Stimmen, neun Nein-Stimmen und zwei Enthaltungen. Das Ergebnis der geheimen Wahl deutet darauf hin, dass die FWG mit nein gestimmt und die FDP sich enthalten hat. Markus Bold aus Thaleischweiler-Fröschen (CDU) bekam 22 Ja- und acht Nein-Stimmen. Er war zuvor erster Beigeordneter. Gegenkandidaten gab es keine. Jürgen Herzog aus Maßweiler und Jörg Juner aus Weselberg (beide SPD), bisher zweiter und dritter Beigeordneter, standen nicht mehr zur Wahl. Die Stelle des dritten Beigeordneten wurde auch nicht wieder besetzt.
Dafür bekommen die beiden neuen Beigeordneten eigene Geschäftsbereiche. Das soll Verbandsbürgermeister Thomas Peifer (CDU) entlasten. Schuck kümmert sich um die Feuerwehr, Bold um den Bereich natürliche Lebensgrundlagen und Bauen. Dafür bekommen beide auch mehr Geld als die bisherigen Beigeordneten. Wie viel, das errechnet sich aus der Einwohnerzahl und nach dem Aufgabengebiet. Die Aufwandsentschädigung für die Beigeordneten mit Geschäftsbereich richtet sich nach dem, was ein ehrenamtlicher Bürgermeister einer gleich großen Gemeinde bekäme. Das sind im Fall von Thaleischweiler-Wallhalben mit ihren 17 500 Einwohnern 2469 Euro im Monat. Davon bekommt Heino Schuck 25 Prozent, also knapp 620 Euro, Markus Bold 35 Prozent – 865 Euro. Laut dem stellvertretenden Büroleiter Dirk Kattler legt der Verbandsgemeinderat diese Prozentzahlen fest. Sie richten sich nach dem Aufwand für den Geschäftsbereich. Die Entschädigung zahlt die Verbandsgemeinde. Der Verbandsbürgermeister behält sein bisheriges Gehalt.
Bisher bekamen die Beigeordneten nur dann eine Aufwandsentschädigung, wenn sie den Bürgermeister vertraten, und zwar für jeden Tag Vertretung ein Dreißigstel der oben genannten 2469 Euro – also 82,30 Euro pro Tag. Wie viel das im Jahr ausmachte, konnte Kattler nicht sagen, aber es werde jetzt auf jeden Fall mehr – alleine schon, weil das Geld für die Urlaubsvertretung nicht wegfalle, sondern zusätzlich gezahlt werde, wenn ein Beigeordneter den Bürgermeister vertritt.
Wenn sie einen eigenen Geschäftsbereich bekommen – das muss der Rat, der am 4. September erneut tagt, noch beschließen –, müssen Schuck und Bold ihre Sitze im Verbandsgemeinderat abgeben. Für Schuck wäre Horst Wonka aus Nünschweiler erster Nachrücker, für Bold Lothar Witt aus Weselberg. Wonka wäre bereits der zweite Nachrücker bei der SPD: Heiko Bauer aus Thaleischweiler-Fröschen hatte seinen Sitz nicht angenommen, für ihn war Patrick Sema aus Herschberg nachgerückt.
In der Sitzung am Donnerstag ehrte Verbandsbürgermeister Thomas Peifer auch die ausgeschiedenen Ratsmitglieder. Anwesend waren Günther Scherer aus Rieschweiler-Mühlbach, Michaela Hüther aus Reifenberg (beide 20 Jahre im Rat), Wilhelm Buchheit aus Höhfröschen, Herbert Scherer aus Höheischweiler (beide zehn Jahre) und Thomas Martin aus Krähenberg (drei Jahre).