Bottenbach RHEINPFALZ Plus Artikel Rat will um Erhalt der Grundschule kämpfen

Die Grundschule in Bottenbach könnte auf der Kippe stehen, wenn Schüler aus Groß- und Kleinsteinhausen künftig in Hornbach unter
Die Grundschule in Bottenbach könnte auf der Kippe stehen, wenn Schüler aus Groß- und Kleinsteinhausen künftig in Hornbach unterrichtet würden. Die Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land prüft das.

Schult die Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land die Schüler aus Groß- und Kleinsteinhausen nicht mehr in Bottenbach (VG Pirmasens-Land) ein, sondern in Hornbach, ist der Fortbestand der Bottenbacher Grundschule gefährdet. Um das zu verhindern, hat der Gemeinderat Bottenbach am Donnerstag in einer Resolution einstimmig gefordert, die Zweckvereinbarung der VG Zweibrücken-Land mit der VG Pirmasens-Land als Schulträgerin zu erhalten.

Derzeit besuchen 62 Schüler die Bottenbacher Grundschule. Davon sind 32 aus der VG Zweibrücken-Land. Das fußt auf einer Zweckvereinbarung aus dem Jahr 2009. Eine Petition zum Erhalt der Grundschule haben laut Bürgermeister Klaus Weber bereits 500 Personen unterzeichnet. Die Petition, die im Wesentlichen von der Bürgermeisterin der Verbandsgemeinde Pirmasens-Land, Silvia Seebach, stammt, zieht dieses Fazit: „Die idealen schulischen Möglichkeiten wurden bisher mit Weitsicht und mit finanziellem Aufwand von den Verantwortlichen beider Verbandsgemeinden entwickelt. Es ist nicht nachvollziehbar, weshalb nun den Kindern aus der VG Zweibrücken-Land dieser Vorteil entzogen werden soll. Für die Bürger ist nicht darstellbar, weshalb über lange Jahre in dieses Schulprojekt investiert wurde und es nun, wo das angestrebte Ziel erreicht ist, aufgelöst werden soll.“

Darauf basiert die Resolution des Bottenbacher Rates, die fordert, den gemeinsamen Schulstandort im Interesse der Kinder und Eltern, aber auch aller Bürger, die den Erhalt und die Modernisierung finanziell gestemmt haben, zu erhalten. Zudem müsse die Zweckvereinbarung mit der VG Zweibrücken-Land die Aufteilung der Kosten bei einer künftigen Sanierung der Schule neu festlegen. Außerdem sollten alle Bürger und Ratsmitglieder der betroffenen Orte und die Ratsmitglieder der VG ein Informationsschreiben erhalten.

Weber: Gewachsene Strukturen erhalten

Ein solches Schreiben, unterzeichnet von Bottenbachs Bürgermeister Klaus Weber sowie von Alexander Kölsch aus Bottenbach, Alexander Schwartinski aus Großsteinhausen und Christoph Robiné aus Kleinsteinhausen, hatte die „Interessengemeinschaft Grundschule Bottenbach“ am 5. August entworfen. Bürgermeister Weber: „Wir werden alles dafür tun, die Leute objektiv zu informieren, Fehlinformationen aus der Welt zu schaffen, gewachsene Strukturen zu erhalten und die Zweckvereinbarung nicht ohne Not aufzulösen, was das Ende der Bottenbacher Schule bedeuten würde.“

Das Positionspapier mit Resolution sowie den offenen Brief sollen auch Landrätin Susanne Ganster und Bildungsministerin Stefanie Hubig erhalten. Als letzte Waffe nannte Weber Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, der sich im Herbst 2018 beim Besuch der Bottenbacher Schule sehr positiv über diese geäußert hatte.

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