Kommentar
Neuer Bürgermeister wird für frischen Wind sorgen
Hut ab vor der Leistung von Eberhard Frankmann. Dafür, dass er mit 59 Jahren für das Bürgermeisteramt in Edenkoben kandidiert und bis zum letzten Tag um die Gunst der Wähler gekämpft hat, statt sich um Beratungstermine bei der Rentenversicherung in Speyer zu kümmern. Dass der dreifache Familienvater in Rathäusern zu Hause ist, hat er in den vergangenen Wochen auch immer wieder gezeigt. Nach mehr als 40 Jahren Verwaltungstätigkeit mag ihm keiner so schnell etwas vormachen. Für den großen Wurf, für den Wahlsieg, hat es aber nicht gereicht.
Die Gründe liegen auf der Hand: Er hatte in Daniel Salm einen Kontrahenten, der trotz seiner 38 Jahre wie ein alter Hase wirkt. Seit 13 Jahren trägt er als Ortschef Verantwortung. Er kennt zudem als Beigeordneter den Verwaltungsapparat. Er scheint der richtige Mann zu sein, um nach einer 28-jährigen Regentschaft in der Behörde für frischen Wind zu sorgen. Solch eine Verjüngungskur braucht die Verwaltung.
Zumal Salm zwar aus einer Generation kommt, die PC und Smartphone so gut kennt wie das Einmaleins. Sodass er die zwingend notwendige Digitalisierung in den Abteilungen vorantreiben könnte. Der Freimersheimer hat aber auch die Zeiten mitbekommen, als das Schnurtelefon und die Deutsche Post überlebenswichtig waren. Die Bedürfnisse der älteren Bevölkerung dürfte er insofern nicht aus den Augen verlieren.
Und: Daniel Salm ist ein Eigengewächs der Verbandsgemeinde. Der wohl zweite entscheidende Grund, wieso er das Rennen gemacht hat.
