Maikammer
„Goldener Ochse“ wechselt Besitzer
Der „Goldene Ochse“ am Marktplatz in Maikammer soll eine „Top-Adresse“ werden, verspricht Ralf Uhl, Geschäftsführer der Gerst Projektbau GmbH. Uhl hat das Traditionshaus zusammen mit dem Sanierungsspezialisten Rolf Fuhrmann und dem Steuerberater Georg Brauer gekauft und will es komplett erneuern. Das Gebäude, das unter Denkmalschutz steht, ist ein großer barocker Walmdachbau aus dem frühen 18. Jahrhundert. Vermutlich in der Mitte des 19. Jahrhundert wurde das Ensemble umgebaut, im 20. Jahrhundert folgten weitere Umstrukturierungen.
Inzwischen gebe es einen Renovierungsstau, sagt Uhl. Die Installationen sowie die Bäder müssten beispielsweise komplett modernisiert werden. Für Planung und Bauleitung zuständig ist Rolf Fuhrmann, der auch bei der Instandsetzung des historischen „Lotter-Hauses“ in der Marktstraße 5 mit der Gerst Projektbau GmbH zusammenarbeitet.
Investition von vier bis fünf Millionen Euro
Beide zeigen sich mit der Zusammenarbeit sehr zufrieden. „Es macht Spaß, fürs Dorfbild etwas Gutes zu tun“, sagt Uhl. Fuhrmann bezeichnet die Zusammenarbeit als „strategische Allianz“. „Wir ergänzen uns gut: Ich bin fürs Schöne zuständig, Uhl für die Zahlen.“ Bei Letzteren handelt es sich um höhere Beträge. Uhl spricht von vier bis fünf Millionen Euro, die voraussichtlich in die Sanierung fließen werden.
Wann genau es losgehen wird, ist indes noch unklar. Das müsse mit dem Pächter, der Familie Simon, geklärt werden, erklärt Uhl. Für die Arbeiten selbst müsse dann mit einer Bauzeit von eineinhalb bis zwei Jahren gerechnet werden.
Das Hotel hat laut Uhl eine Fläche von etwa 1500 Quadratmetern. Es gebe 19 Doppel- und sechs bis sieben Einzelzimmer. Nach der Renovierung solle ein Vier-Sterne-Standard erreicht werden.
Fuhrmann ist überzeugt, dass aus dem Haus ein Schmuckstück wird. „Maikammer hat ein gutes Potenzial, und wir machen den Ort noch schöner“, verspricht er. Ortsbürgermeister Karl Schäfer (CDU) hört das natürlich gerne. „Eine tolle Geschichte“, sagt er zu dem neuen Uhl-Fuhrmann-Vorhaben.
Die beiden nehmen darüber hinaus auch am Ludwigsplatz in Edenkoben ein gemeinsames Projekt in Angriff. Auch dort geht es um ein historisches Gebäude, es grenzt in südlicher Richtung an den König-Ludwig-Keller an. „Das ist eine Worst-Case-Studie“, erklärt Fuhrmann. Das Gebäude, das aus dem 16. Jahrhundert stamme, sei einsturzgefährdet. Es solle erhalten, durch einen Neubau ergänzt und für Wohnungen genutzt werden. Die Lage dort sei toll. „Der Blick über die Rheinebene ist unverbaubar.“